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Politik

06. Dezember 2016 | 17:06 Uhr

Bundesnachrichtendienst : BND-Chef Gerhard Schindler soll abgelöst werden

vom

Die Veränderung an der Spitze des BND ist überraschend. Über offizielle Gründe herrscht bislang Stillschweigen.

Berlin | Der Präsident des Bundesnachrichtendienstes, Gerhard Schindler, soll abgelöst werden. Entsprechende Informationen wurden der Deutschen Presse-Agentur am Dienstagabend aus Sicherheitskreisen bestätigt. Nachfolger wird demnach Bruno Kahl, ein Vertrauter von Finanzminister Wolfgang Schäuble (CDU). Der 53-Jährige kann bereits auf eine Karriere im Bundesinnenministerium zurückblicken. Dort hatte er auch unter dem damaligen Innenminister Schäuble gearbeitet. Der Wechsel soll nach dpa-Informationen an diesem Mittwoch verkündet werden.

Als erstes hatten „Süddeutsche Zeitung“, NDR und WDR darüber berichtet.

Die Veränderung an der BND-Spitze kommt überraschend. Schindler war im vergangenen Jahr unter Druck geraten, nachdem bekanntgeworden war, dass der BND in seiner Abhörstation in Bad Aibling Suchbegriffe des US-Geheimdienstes NSA eingesetzt hatte, mit denen auch europäische Verbündete ausspioniert worden waren. Der heute 63-Jährige steht seit 2012 an der Spitze des Auslandsgeheimdienstes, der gut 6500 Mitarbeiter hat.

Laut Süddeutscher Zeitung herrscht über die Gründe für die Ablösung offiziell Stillschweigen.

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erstellt am 26.Apr.2016 | 20:35 Uhr

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