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Politik

10. Dezember 2016 | 04:03 Uhr

Ursula von der Leyen in Ingolstadt : Ausbildungsprojekt: Das machen syrische Flüchtlinge bei der Bundeswehr

vom

Die Bundeswehr will einen Beitrag zur Integration leisten. An dem Projekt hätten noch mehr Flüchtlinge teilnehmen können als nur 45.

Ingolstadt | Die Bundeswehr bildet syrische Flüchtlinge aus. Eine Kooperationsvereinbarung für das Pilotprojekt unterzeichneten Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) und der Vorstandsvorsitzende der Bundesagentur für Arbeit, Frank-Jürgen Weise, am Donnerstag in einem Ausbildungszentrum der Bundeswehr in Ingolstadt.

Flüchtlinge in den deutschen Arbeitsmarkt zu integrieren, wird als große Chance für Unternehmen gesehen, um einem Fachkräftemangel entgegen zu wirken. Doch bisweilen scheitern solche Projekte. Oft sind die jungen Menschen nicht ausreichend vorbereitet, weil sie zum Beispiel kein Deutsch sprechen können. Die Bundeswehr als Ausbilder soll helfen, das zu verbessern.

Mit dem Ausbildungsprogramm für 45 Syrer will die Bundeswehr einen Beitrag zur Integration von Flüchtlingen leisten. Viele Unternehmen seien sehr wohl bereit, Flüchtlinge einzustellen, betonte Weise. Dies scheitere aber häufig an fehlenden Sprachkenntnissen. Er sagte: „Das Schreiben ist die Haupthürde.“ Nur etwa zehn Prozent der Flüchtlinge, die zuletzt gekommen seien, hätten eine „gute, auch zertifizierte Qualifikation“.

Die Syrer sollen bei der Bundeswehr Fähigkeiten erwerben, die ihnen nicht nur in Deutschland, sondern auch nach einer Rückkehr in die Heimat nützen. Die Bundeswehr vermittelt ihnen Grundkenntnisse in den Bereichen Handwerk, Sanitätsdienst, Technik und Bau. Die Kurse haben am Montag begonnen und finden an sechs Standorten in Bayern, Niedersachsen und Berlin statt. Sie dauern je vier Wochen. Wer will, kann mehrere Kurse besuchen. Das Projekt war eigentlich für bis zu 120 Flüchtlinge ausgelegt. Es fanden sich jedoch zunächst nicht genügend geeignete Interessenten. Die Teilnehmer erhalten während der Maßnahme Arbeitslosengeld II.

Die Bundeswehr hatte im vergangenen Jahr geholfen, die Unterbringung und Versorgung neu angekommener Flüchtlinge zu organisieren. Zeitweise waren bis zu 9000 Soldaten im Einsatz.

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erstellt am 01.Sep.2016 | 16:16 Uhr

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