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Politik

11. Dezember 2016 | 14:54 Uhr

EU-Streit : Angela Merkel will offenbar Beitrittsverhandlungen mit der Türkei stoppen

vom

Laut der „Bild“-Zeitung habe sich die Kanzlerin dazu entschlossen. Grund ist das Vorgehen der türkischen Regierung.

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) ist nach einem Bericht der „Bild“-Zeitung dafür, die Beitrittsverhandlungen der Europäischen Union mit der Türkei zu stoppen. In der Sitzung der Unionsfraktion habe sich Merkel am Dienstag dafür ausgesprochen, wegen des Vorgehens der türkischen Regierung nach dem Putschversuch keine weiteren Kapitel zu eröffnen, berichtete die Zeitung. Die Kanzlerin habe den Unions-Abgeordneten empfohlen, dies auch in den Wahlkreisen bei Fragen zum Umgang mit der Türkei so zu erklären.

Nach Medienangaben wurden über 36.000 Menschen in der Türkei in Untersuchungshaft genommen. Mehr als 75.000 zivile Staatsbedienstete und Angehörige der Sicherheitskräfte wurden entlassen, Tausende weitere suspendiert. Ein Stopp der Gespräche setzt ein Zeichen gegen das Vorgehen.

Das Europaparlament hatte am Donnerstag gefordert, die Beitrittsgespräche mit der Türkei auf Eis zu legen. Ankara reagierte zunächst mit der Drohung, das Flüchtlingsabkommen mit der EU aufzukündigen. Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan erklärte aber am Dienstag, das Thema EU-Beitritt sei trotz der angespannten Beziehungen vorerst noch nicht erledigt.

Die Beitrittsverhandlungen waren 2005 offiziell aufgenommen worden.

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erstellt am 30.Nov.2016 | 08:46 Uhr

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