zur Navigation springen

Politik

03. Dezember 2016 | 05:42 Uhr

Kontakte zum IS : 16-jähriger Flüchtling plante Sprengstoffanschlag in Köln

vom

Das Handy belegte Kontakte zu einer Person mit IS-Bezügen. Die Polizei nahm den Jugendlichen am Dienstag fest.

Köln | Am Dienstag hat eine Spezialeinheit in Köln einen syrischen Flüchtling festgenommen - jetzt kamen weitere Details ans Licht: Der Jugendliche hatte nach Erkenntnissen der Polizei Verbindungen zu Islamisten. Er soll einen Sprengstoffanschlag geplant haben. Die Auswertung seines Handys belege „Kontakte zu einer im Ausland lebenden Person mit IS-Bezügen, die den jungen Syrer für islamistische Aktivitäten gewinnen wollte“, teilten die Kölner Staatsanwaltschaft und Polizei am Mittwoch mit.

Die Angst vor Anschlägen ist nach den Attacken in Würzburg und Ansbach auch in Deutschland groß. In diesem Monat gab es bereits Razzien in SH, bei denen drei mutmaßliche Terroristen festgenommen wurden. Trotzdem sind es Einzelfälle - und es ist wichtig, Flüchtlinge nicht unter Generalverdacht zu stellen.

Der 16-Jährige habe in Internet-Chats seine „unmissverständliche Bereitschaft“ geäußert, einen solchen Anschlag zu begehen, sagte Klaus-Stephan Becker von der Kölner Polizei am Mittwoch vor Journalisten.

Von einem Chatpartner im Ausland habe er „ganz konkrete Anweisungen“ zum Bau einer solchen Bombe erhalten, sagte Becker. Hinweise darauf, dass er sich bereits mit Materialien für den Bau eines solchen Sprengsatzes versorgt habe, gebe es dagegen nicht, sagte der Kölner Polizeipräsident Jürgen Mathies. Ein konkretes Anschlagsziel sei nicht bekannt

Der junge Mann war am Dienstag in einer Kölner Turnhalle festgenommen worden, die als Notaufnahme-Einrichtung für Flüchtlinge genutzt wird. In dem Gedränge, das durch den plötzlichen SEK-Einsatz entstand, waren drei Flüchtlinge leicht verletzt worden. Von dem 16-Jährigen ging nach Einschätzung der Polizei „eine ernstzunehmende Gefahr“ aus.

zur Startseite

von
erstellt am 21.Sep.2016 | 16:48 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Themen zu diesem Artikel:

Diskutieren Sie mit.

Die Kommentare wurden für diesen Artikel deaktiviert