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Panorama

28. März 2017 | 00:31 Uhr

Prozess zum Horror-Haus von Höxter : Wilfried W. über seine Ex-Frau: „Es hat sofort gefunkt“

vom

1999 haben sich die beiden Angeklagten zum ersten Mal getroffen - und sofort beschlossen zu heiraten.

Paderborn | Im Prozess um die tödlichen Misshandlungen im sogenannten Horrorhaus von Höxter hat sich der Angeklagte Wilfried W. zum Verhältnis zu seiner Ex-Frau Angelika W. geäußert. Der 47-Jährige schilderte am 14. Verhandlungstag vor dem Landgericht Paderborn, wie sich die beiden nach einer Bekanntschaftsanzeige 1999 zum ersten Mal getroffen hatten. „Es hat sofort gefunkt, wir haben bereits am ersten Tag Zukunftspläne geschmiedet“, sagte Wilfried W. am Dienstag.

Bereits am nächsten Tag hätten die beiden beschlossen, zu heiraten. Erste Probleme habe es kurze Zeit nach der Trauung gegeben. Seine damalige Frau sei schnell eifersüchtig gewesen und habe ihn ständig kontrolliert.

In einer Befragung zu seinem Lebenslauf hatte Wilfried W. bereits in der vergangenen Woche körperliche Misshandlungen durch den eigenen Vater geschildert. Auch die Mutter und seine Schwester hätten immer wieder Prügel einstecken müssen, wenn der Vater alkoholisiert war. Nach der Trennung der Eltern habe sich die Situation für die Kinder nur kurzfristig entspannt.

Ein späterer Begleiter seiner Mutter zeigte sich demnach anfangs als väterlicher Freund. Später soll dieser ihn und seine Schwester in der Pubertät aber sexuell missbraucht haben. Der Angeklagte schilderte Vergewaltigungen, die erfolgt seien, während die Mutter an Sonntagen in einem Bochumer Krankenhaus als Krankenschwester arbeitete.

Winfried W. und seine Ex-Frau sind wegen Mordes durch Unterlassen und mehrfacher Körperverletzung angeklagt. Über Jahre hinweg soll das Duo mehrere Frauen in das Haus nach Ostwestfalen gelockt und sie dort schwer misshandelt haben. Zwei Frauen starben infolge der Quälereien. Angelika W. hat umfassend ausgesagt und sich sowie ihren Ex-Mann belastet. Dabei schilderte sie brutale Details zu den Misshandlungen und Quälereien und auch eigene leidvolle Erfahrungen mit dem Mann. Die Angeklagten bezichtigen sich gegenseitig, die treibende Kraft gewesen zu sein.

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erstellt am 21.Mär.2017 | 10:16 Uhr

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