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Panorama

08. Dezember 2016 | 01:17 Uhr

Tipps : Wie man sich richtig verhält, wenn man einen Horror-Clown trifft

vom

Halloween naht, die Vorfälle mit Horror-Clowns mehren sich. Sollte man sich wehren, wenn man sich bedroht fühlt?

Kiel | Seit einigen Wochen machen Horror-Clowns auch Deutschland unsicher. Bei der Landespolizei in Schleswig-Holstein ist man gelassen. Pressesprecher Torge Stelck verweist darauf, dass es bisher „einen einzigen Fall“ im Land gegeben habe, bei dem sich Polizisten und Menschen im Clownskostüm tatsächlich gegenüber standen: Zwei junge Männer erschreckten eine Frau in Kiel - und das sei keine Straftat gewesen. Am 20. Oktober soll zum Beispiel auch auf Sylt ein Mann im Clownskostüm und mit einem Baseballschläger durch Morsum gelaufen sein. Zum Glück ohne Folgen.

Stelck hat deshalb nur einen Rat für ein mögliches Horror-Clown-Szenario: „Wer sich bedroht fühlt und Angst hat, der möge - wie immer in solchen Fällen - 110 anrufen.“

In Hamburg und in Dänemark gab es bei Vorfällen mit Horrorclowns allerdings schon Verletzte. Die Polizei in Großstädten hat deshalb mehr Tipps parat. Eine Übersicht:

Tipp 1: Ruhig bleiben

Die Polizei in Berlin rät dazu, sich nicht körperlich zu wehren, wenn man einen Horror-Clown trifft. Die Lage könne zu schnell eskalieren. „Rechtlich gesehen wäre es aber möglich. Das wäre dann Notwehr“, sagt Thomas Neuendorf, stellvertretender Leiter der Pressestelle der Polizei Berlin WeltN24. Es kommt allerdings immer auf die Situation an. „Provozieren Sie nicht“, rät auch die Polizei in Hamburg. (Quelle: Hamburger Morgenpost)

Tipp 2: Abstand halten

Wenn Angriff nicht die beste Verteidigung ist, hilft nur noch: das Weite suchen. Laufen Sie weg, wechseln Sie die Straßenseite, versuchen Sie, dem Clown aus dem Weg zu gehen. Das rät sowohl die Polizei in Hamburg als auch in Berlin.

Tipp 3: Umstehende um Hilfe bitten

Die Polizei Hamburg empfiehlt laut „Hamburger Morgenpost“: „Wenn Sie bedroht oder körperlich angegangen werden, fordern Sie Umstehende direkt zur Hilfe auf.“

Tipp 4: Polizei rufen und sich Details merken

Beim vierten Tipp sind sich alle drei Landespolizeien einig: Wer bedroht oder verfolgt wird, ruft am besten sofort den Notruf 110. Wer sich Details zum Aussehen und die Richtung merken kann, in die der Clown verschwand, hilft der Polizei.

Tipp 5: Kinder aufklären und im Auge behalten

Gerade vor Halloween empfiehlt sich ein Gespräch. Kinder sollten wissen, wo der Spaß aufhört und der Ernst anfängt. Kleine Kinder sollte man sowieso nicht alleine im Dunkeln herumlaufen lassen, sagt Neuendorf von der Berliner Polizei.

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erstellt am 27.Okt.2016 | 15:29 Uhr

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