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Panorama

10. Dezember 2016 | 06:09 Uhr

Bericht von „The Sun“ : Vorwurf gegen Ferrero: Steckt in Ü-Eiern Kinderarbeit?

vom

Teils 13 Stunden am Tag sollen angeblich Kinder schuften. Für einen Hungerlohn. Die Staatsanwaltschaft ermittelt.

Alba/Carei | Steckt in den Ü-Eiern von Ferrero eine böse Überraschung? Nach einem Medienbericht der englischen Boulevardzeitung „The Sun“ sollen die Kinder-Überraschungseier angeblich von rumänischen Kindern in Heimarbeit befüllt werden. Der italienische Süßwaren-Hersteller reagierte „bestürzt und zutiefst besorgt“ und versprach, die Angelegenheit zu untersuchen, hieß es in einer Mitteilung am Mittwoch.

 

Der Bericht hat mittlerweile die rumänische Staatsanwaltschaft auf den Plan gerufen. Es seien „Überprüfungen zu den Aspekten, die in dem Pressebericht gemeldet wurden“, aufgenommen worden, teilte die Sondereinheit der Staatsanwaltschaft (DIICOT) mit, die für Kampf gegen Organisiertes Verbrechen zuständig ist.

Der mutmaßliche Skandal wurde von „Sun“-Reportern aufgedeckt, die nach Carei in Rumänien reisten und dort eine Familie besuchten, die angeblich gegen einen Hungerlohn kleine Spielzeugteile in die gelben Plastik-Eier steckt.

Zu der Familie gehören drei Kinder im Alter zwischen sechs und elf Jahren. In dem Bericht veröffentlichten die Reporter eine Reihe von Fotos, die die angebliche Heimarbeit für Ferrero zeigen sollen. Der Familienvater wurden mit den Worten zitiert: „Es ist Sklavenarbeit“. Angeblich würde die Familie für 1000 U-Eier umgerechnet 4,43 Euro erhalten, dafür müssten sie bis zu 13 Stunden täglich arbeiten. Ferrero sagte dazu, das Unternehmen schreibe seinen Zulieferern vertraglich einen ethischen Code vor, der unter anderem Kinderarbeit verbiete.

In dem „The Sun“-Bericht wir auch die Hygiene bei der Arbeit thematisiert. In den Wohnungen, in denen die Überraschungseier hergestellt werden, gebe es keine Hygienekontrollen, hieß es.

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erstellt am 24.Nov.2016 | 10:50 Uhr

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