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Panorama

04. Dezember 2016 | 19:28 Uhr

Auto in zwei Teile zerrissen : Vier Teenager sterben bei Autounfall in Bayern

vom

Der Wagen prallt mit hoher Geschwindigkeit frontal gegen einen Baum. Einer der Insassen überlebt schwer verletzt.

Kempten | Tragisches Ende einer nächtlichen Autofahrt: Auf dem Weg zu einem Jugendtreff sind am späten Samstagabend im Unterallgäu vier junge Männer bei einem verheerenden Verkehrsunfall ums Leben gekommen. Nach Angaben der Polizei hatte ein 18 Jahre alter Fahranfänger in einer langen Rechtskurve in Markt Rettenbach bei stark überhöhter Geschwindigkeit die Gewalt über das Fahrzeug verloren. Das mit fünf Insassen besetzte Auto kam von der Straße ab, prallte gegen einen Baum und wurde in zwei Teile gerissen.

Die genaue Unfallursache war am Sonntag zunächst unklar. Allerdings sei die Fahrbahn zum Unfallzeitpunkt gegen 23 Uhr nass gewesen, zudem soll der Wagen mit etwa Tempo 150 unterwegs gewesen sein, hieß es. Erst nach rund sechs Stunden war die Unfallstelle geräumt.

Bei den Toten handelt es sich um Jugendliche zwischen 16 und 18 Jahren. Der Fahrer und drei seiner Begleiter seien noch an der Unfallstelle gestorben. Ein fünfter Insasse erlitt schwere Verletzungen und wurde in eine Klinik gebracht. Zur Klärung der genauen Unfallursache schaltete die Staatsanwaltschaft einen Sachverständigen ein.

Die jungen Männer, die allesamt aus einem Ort stammen, waren nach Angaben des Ersten Polizeihauptkommissars Gerhard Zielbauer zuvor bei einer Weihnachtsfeier gewesen. Dann hätten sie noch zu einem beliebten Treffpunkt von Jugendlichen fahren wollen. Ob Alkohol eine Rolle gespielt hat, war zunächst unklar.

Eine Autofahrerin hatte den verheerenden Unfall entdeckt und Alarm geschlagen. Den Einsatzkräften - neben Polizei und Feuerwehr waren auch Mitarbeiter des Bayerischen Roten Kreuzes vor Ort - bot sich an der Unfallstelle ein schreckliches Bild. Das Auto war durch den Aufprall auf den Baum derart zerrissen worden, dass die Einsatzkräfte zunächst zwei Unfallfahrzeuge vermuteten. „Das war brutal“, sagte Zielbauer.

Auch seine Kollegen seien „sichtlich geschockt“ von dem Einsatz zurückgekehrt. „Das geht allen wirklich nah. Da ist niemand zu beneiden.“ Einen der Auto-Insassen habe man aus dem völlig zerstörten Wrack herausschneiden müssen, die auf der Rückbank sitzenden Mitfahrer seien bei dem Aufprall aus dem Auto herausgeschleudert worden.

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erstellt am 27.Nov.2016 | 11:00 Uhr

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