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Panorama

10. Dezember 2016 | 19:37 Uhr

Auf dem Weg von Venedig nach Leipzig : Unister-Chef Thomas Wagner stirbt bei Flugzeugabsturz über Slowenien

vom

Vier Deutsche sind ums Leben gekommen. Wagner sei geschäftlich in Venedig gewesen.

Predmeja | Auf dem Weg von Venedig nach Leipzig ist ein Kleinflugzeug in Slowenien abgestürzt und hat vier Menschen in den Tod gerissen. Unter den Opfern ist der 38 Jahre alte Chef des Leipziger Internetunternehmens Unister, Thomas Wagner, wie ein Sprecher der Firma am Donnerstagabend mitteilte. Die Mitarbeiter des 2002 von Wagner gegründeten Unternehmens, das Portale wie „fluege.de“ und „ab-in-den-urlaub.de“ betreibt, seien tief bestürzt. Zunächst hatte die „Bild“-Zeitung berichtet.

Neben Wagner kamen drei weitere Deutsche ums Leben, wie die slowenische Polizei in Nova Gorica erklärte. Darunter sei der 73 Jahre alte Pilot. Nähere Angaben gab es zunächst nicht. Medienberichten zufolge waren die anderen beiden Opfer 39 und 65 Jahre alt. Eine Sprecherin des Flughafens in Leipzig bestätigte, dass auf dem Airport eine Privatmaschine für 14.45 Uhr angekündigt gewesen sei. Zu den Passagieren könne der Flughafen keine Aussagen machen, sagte sie.

Den Berichten slowenischer Medien zufolge handelte es sich bei der Maschine um eine in den USA registrierte Piper 32. Unter Berufung auf die Polizei wurde berichtet, der Pilot habe vor dem Absturz bei Predmeja im Osten des Landes Probleme wegen Vereisung gemeldet. Die Maschine sei im gebirgigen Gelände in einen Wald gerast und ausgebrannt.

Unister erklärte, man werde die Nachfolge Wagners „zeitnah“ regeln und mitteilen. Der „Leipziger Volkszeitung“ nach war von mehreren Quellen aus dem Firmenumfeld bestätigt worden, dass Wagner für einen geschäftlichen Termin nach Venedig gereist war. Dem Vernehmen nach ging es dabei um Finanzfragen.

Wagner gründete Unister 2002 als Student und baute das Start-Up-Unternehmen innerhalb weniger Jahre zu einem der größten Online-Reisevermittler Deutschlands aus. Mit Stars wie Michael Ballack und Reiner Calmund als Werbefiguren wurden Internetportale wie „ab-in-den-urlaub.de“ und „fluege.de“ bundesweit bekannt.

Wie die „Leipziger Volkszeitung“ weiter berichtet, beschäftigte die Unister-Holding in der Spitze etwa 1800 Mitarbeiter. Multimillionär Wagner mied demnach jedoch die Öffentlichkeit und gab nur selten Interviews.

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erstellt am 14.Jul.2016 | 22:01 Uhr

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