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Panorama

08. Dezember 2016 | 09:06 Uhr

EU-Lieblingsland : Umfrage: Deutsche mögen Deutschland am liebsten

vom
Aus der Onlineredaktion

Das Lieblingsland der Deutschen ist Deutschland. Hamburger identifizieren sich derweil stärker mit Hamburg als mit der Republik.

Berlin | Gefragt nach ihrem Lieblingsland in der Europäischen Union ist die häufigste Antwort der Bundesbürger Deutschland. In einer repräsentativen YouGov-Umfrage im Auftrag der Deutschen Presse-Agentur nannten 47 Prozent der Erwachsenen die Bundesrepublik als EU-Lieblingsland. Männer sagen dies zu 51 Prozent, Frauen zu 44 Prozent.

Frauen sind italienfreundlicher als Männer

Mit riesigem Abstand - genannt von 7 Prozent - folgt dann Italien, das im Klischee und spätestens seit Goethe immer wieder als das typische Sehnsuchtsland der Deutschen gilt. Frauen sind dabei etwas italienfreundlicher (8 Prozent) als Männer (5 Prozent). Im Osten Deutschlands ist Schweden genauso beliebt wie Italien, im Westen ist Spanien fast so beliebt wie Italien.

Bundesweit gesehen liegt das klassische Urlaubsland Spanien (6 Prozent) hinter Italien, gefolgt von Österreich, Frankreich und Schweden (mit jeweils 4 Prozent). Auf jeweils 3 Prozent Fans kommen die Niederlande, Griechenland und Irland. Der Rest der Länder bewegt sich im Prozentbereich darunter, am besten schneiden da noch Dänemark und das Vereinigte Königreich ab.

Von den Nachbarländern ist den meisten Menschen in Deutschland - nämlich 26 Prozent - auf persönlicher Ebene Österreich am nächsten. Es folgen die Niederlande (17 Prozent), Frankreich (13 Prozent), Dänemark und die Schweiz (jeweils 8 Prozent), Polen und die Tschechische Republik (jeweils 3 Prozent) und dann erst Belgien und Luxemburg (jeweils 2 Prozent). Der Rest machte keine Angabe.

Geografische Nähe prägt die Vorlieben der Deutschen

Auffällig und erwartbar sind die Werte hier in den Bundesländern sehr unterschiedlich - meist geprägt von der geografischen Nähe zum Nachbarland. So fühlen sich beispielsweise viele Bayern emotional Österreich sehr nahe (49 Prozent), die Menschen in Nordrhein-Westfalen den Niederlanden (39 Prozent). Saarländer, Baden-Württemberger und Rheinland-Pfälzer fühlen sich demnach auf persönlicher Ebene Frankreich am nächsten, die Leute in Schleswig-Holstein Dänemark.

Sachsen haben zwar im Bundesländervergleich die größte gefühlte Nähe zu Tschechien, dort sagen aber dennoch fast doppelt so viele Menschen, dass Österreich ihnen emotional am nächsten sei.

Die Erkenntnisse der Umfrage im Überblick:

  • Eine große Mehrheit von 61 Prozent verbindet mit „Deutschsein“ etwas Positives (31 Prozent „sehr positiv“, 30 „eher positiv“).
  • 31 Prozent sagen, „Ich bin Deutscher“ beschreibe am besten ihre gefühlte Identität. 13 Prozent fühlen sich am stärksten ihrer Region verbunden, 12 Prozent einer Stadt, 11 Prozent dem Bundesland. Jeweils 10 Prozent sehen sich in erster Linie als Europäer oder Weltbürger.
  • Die größte Identifikation mit dem Bundesland gibt es in Bayern: Dort sagen 25 Prozent, sie fühlten sich vor allem als „Bayer“. Vorrangig als Deutsche fühlen sich dort nur 17 Prozent.
  • Eine überwältigende Identifikation mit dem Bundesland/der Stadt/der Region statt der Bundesrepublik gibt es auch in Hamburg (zusammen 44 Prozent gegen 23 Prozent für Deutschland). In Baden-Württemberg identifizieren sich auffällig viele Leute (32 Prozent) stärker mit der jeweiligen Region als mit der Nation (23 Prozent).
  • Lieblingsnachbarland der Menschen in Deutschland ist das ebenfalls deutschsprachige Österreich, gefolgt von den Niederlanden.
  • Die gefühlte Nähe zu den Nachbarländern hängt stark von der geografischen Nähe ab: So sind zum Beispiel den Leuten im bevölkerungsreichsten Bundesland Nordrhein-Westfalen die Niederlande emotional wesentlich näher als die Alpenrepublik Österreich.
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erstellt am 16.Sep.2016 | 10:07 Uhr

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