zur Navigation springen

Panorama

26. März 2017 | 07:31 Uhr

Frühjahrsputz : So machen Sie Ihre Wohnung fit für den Frühling

vom

Schmutz an den Fenstern, Staub in den Zimmerecken und Kalk auf den Armaturen - mit unseren Tipps macht das Putzen Spaß.

Noch liegen die Temperaturen bei uns im Norden meist im einstelligen Bereich. Doch merkt man, dass der Frühling bereits vor der Tür steht, denn die Tage werden länger, Schneeglöckchen und Krokusse strecken ihre Köpfe aus dem kalten Winterboden und die Vögel zwitschern um die Wette.

Höchste Zeit also, sich den Frühling mit einem ordentlichen Frühjahrsputz auch ins Haus oder die Wohnung zu holen. Denn wenn der Staub hinter Betten und Schränken verschwunden ist, kann auch die Frühlingsluft besser in die eigenen vier Wände gelangen. Und die Sonne findet den Weg besser, wenn die Fensterscheiben geputzt sind. Wir haben einige hilfreiche Tipps für das große Reinemachen zusammengestellt.

Fenster putzen

 Beim Putzen der Scheiben kommt es auch auf das richtige Reinigungsmittel an. Foto: Wolfgang Kumm
Beim Putzen der Scheiben kommt es auch auf das richtige Reinigungsmittel an. Foto: Wolfgang Kumm Foto: Foto: Wolfgang Kumm

Wenn die Sonne im Frühling zum ersten Mal wieder durch das Fenster strahlt, fällt uns besonders auf, dass diese mal wieder eine Reinigung nötig hätten. Allerdings ist es besser, diesem Impuls zu widerstehen und einen Tag zum Fensterputzen auszuwählen, an dem es bedeckter ist. Denn bei Sonnenschein die Fenster streifenfrei zu putzen, ist ein Ding der Unmöglichkeit. Durch die Sonne trocknet das Wasser auf der Scheibe zu schnell und so entstehen hässliche Streifen.

Ein alter Haushaltstrick sagt, dass sich mit Zeitungspapier Fenster besonders gut streifenfrei und trocken polieren lassen. Es hat jedoch einen Nachteil: Auf weißen Fensterrahmen hinterlässt die Druckerschwärze schnell einen grauen Schmutzfilm. Besser geeignet sind daher Mikrofasertücher.

Den Duschkopf vom Kalk befreien

Verkalkte Badewannenarmatur
Um Armaturen von hartnäckigem Kalk zu befreien, sollte Reinigungsmittel einwirken. Damit es nicht tropft, hilft eine Plastiktüte um den Wasserhahn. Foto: imago

Den Duschkopf zu putzen, ist eine nasse Angelegenheit: Nicht nur muss der eingefressene Kalk lange bearbeitet werden, bei fest angebrachten Monturen tropfen Wasser und Reiniger auch noch auf den Putzteufel nieder. Beides lässt sich vermeiden, indem man den Reiniger in einen (heilen) Plastikbeutel gibt, ihn über den Duschkopf stülpt und über Nacht dort hängen lässt. Nach einer Mütze Schlaf ist der Dreck eingeweicht und lässt sich leicht entfernen.

Armaturen reinigen

Hartes Wasser enthält eine hohe Konzentration an sogenannten Härtebildnern - die Folge: An Armaturen und Haushaltsgeräten lagert sich Kalk ab. Foto: dpa
Hartes Wasser enthält eine hohe Konzentration an sogenannten Härtebildnern - die Folge: An Armaturen und Haushaltsgeräten lagert sich Kalk ab. Foto: dpa

Auf Armaturen sollten Reinigungsmittel nicht direkt, sondern immer auf einen feuchten Lappen gesprüht werden. Ansonsten kann die Mechanik der Armaturen beschädigt werden oder Kratzer auf dem Material entstehen.

Vergilbte Gardinen weißen

<p>Gegen vergilbte Gardinen gibt es einen Haushaltstrick.</p>

Gegen vergilbte Gardinen gibt es einen Haushaltstrick.

Foto: imago

Auf den ersten Blick klingt es unlogisch, aber: Einfach Patronen mit königsblauer Tinte geöffnet mit den Gardinen in die Waschmaschine geben. Das Gelb wird durch das Blau übertüncht und das Auge nimmt dank einer optischen Täuschung ein bläuliches, strahlendes Weiß wahr.

Alternativ hilft gegen den Grauschleier auch ein Vollwaschmittel, das Bleichmittel enthält. Auch die Benutzung von Chlor als Bleichmittel führt zwar zu sauberer Wäsche, kann aber auch zu Löchern im Material führen.

Spülschwämme von Keimen reinigen

 In der Küche ist Hygiene besonders wichtig.
In der Küche ist Hygiene besonders wichtig. Foto: dpa-infocom

In Spülschwämmen sammeln sich viele Keime an. Dadurch, dass sie häufig feucht sind, sind sie auch ein idealer Nährboden für deren Vermehrung. Experten empfehlen deshalb, sie alle zwei bis drei Tage auszutauschen. Man kann sie aber auch reinigen. Viele legen sie dazu einfach beim nächsten Spülgang in die Spülmaschine.

Das kann allerdings dazu führen, dass Fuseln sich festsetzen und die Maschine kaputt geht. Besser ist es, die feuchten Spülschwämme zwei Minuten bei 800 Watt in Mikrowelle zu legen. Wie Forscher der University of Florida in Gainesville herausgefunden haben, werden dadurch 99 Prozent aller Erreger abgetötet.

Lichterketten einpacken

<p>Wenn die Lichterkette sich verheddert, ärgert man sich spätestens im nächsten Herbst.</p>

Wenn die Lichterkette sich verheddert, ärgert man sich spätestens im nächsten Herbst.

Foto: imago

Höchste Zeit ist es auch die weihnachtlichen Lichterketten aus dem Garten oder den Fenstern zu holen. Damit das böse Erwachen und damit nervige Auseinanderpulen der verhedderten Kabel im nächsten Herbst nicht an der guten Laune zerren, kann folgender Tipp nützlich sein: Man nehme einen Kleiderbügel und wickele die Kette fest herum. Außerdem kann dafür eine leere Küchenrolle umfunktioniert werden.

Wände streichen

<p>Farbkleckse auf dem Boden lassen sich nur schwer entfernen.</p>

Farbkleckse auf dem Boden lassen sich nur schwer entfernen.

Foto: imago

Vielleicht bekommen Sie beim Frühjahrsputz so richtig Lust den vier Wänden einen neuen Anstrich zu verpassen. Damit Sie nicht hinterher alle Farbkleckse vom Fußboden abkratzen müssen, sollten sie den Pinsel nicht zu sehr mit Farbe tränken. Dafür kann ein einfaches Gummiband zur Hilfe genommen werden. Das Band lässt sich um den Eimer spannen, so dass es über der Öffnung platziert ist. Hier kann die überschüssige Farbe vom Pinsel abgestrichen werden.

Musikalische Putz-Motivation

Mit lauter Musik geht das Putzen besser von der Hand. Aber was tun, wenn die Lieblingsmusik auf dem Smartphone ist, man aber keine Lautsprecher hat?

Um auch bei Musik, die vom Smartphone abgespielt wird, einen schönen Klang zu haben und etwas mehr Lautstärke herauszuholen, gibt es unterschiedliche Möglichkeiten: So kann ein Kaffeebecher als Verstärker fungieren. Der Becher wird als Resonanzkörper für die Klänge genutzt und man gewinnt etwas an Lautstärke.

Alternativ zum Becher kann auch eine längsseitig aufgeschnittene Klopapierrolle als Klangverstärker dienen. Hier wird das Telefon in den Schlitz der liegenden Rolle gesteckt. Aber Achtung: Diese Konstruktion muss stabilisiert werden, damit das Handy nicht umfällt.

Frühjahrsputz im Garten

<p>Der Gartenschlauch sollte nach einem langen Winter durchgespült werden.</p>

Der Gartenschlauch sollte nach einem langen Winter durchgespült werden.

Foto: imago

Auch ihren Garten sollten Sie beim Frühjahrsputz nicht vergessen. Denn hier haben schließlich Schnee und Regen Schmutz hinterlassen, der Winterwind an der Fassade gezerrt und der Frost dem Putz zugesetzt.

Holzböden und -latten sollten Sie am besten mit einer einfachen Bürste zu Leibe rücken und nicht mit beispielsweise einem Hochdruckreiniger. Zur Reinigung von Terrassendielen reicht es aus, die Dielen mit dem Gartenschlauch und einer Bürste oder einem Besen in Längsrichtung abzubürsten. Fetthaltige Flecken packt eine leichte Seifenlauge sowie handelsübliches Spülmittel.

Auf Stein- oder Teerflächen gedeihen Algen. Sie kann man grundsätzlich mit dem Hochdruckreiniger behandeln. Aber das auch nicht ohne Vorsicht: Kleinformatige Elemente kann der Strahl unterspülen.

Gegen Schmutz auf Fensterrahmen hilft ein gewöhnlicher Haushaltsreiniger. Holzrahmen kann mit Pflegemilch ein besonderer Schutzfilm aufgetragen werden. Außerdem sollte man im Frühjahr auch Beschläge und Holzprofile kontrollieren.

Gartenleitungen, die nicht am normalen Leitungsring angeschlossen sind, sollten nach monatelanger Ruhe über den Winter unbedingt durchgespült werden. Denn hier können sich Legionellen gebildet haben. Die Stäbchenbakterien leben im Wasser und lösen die tödliche Legionärskrankheit aus.

zur Startseite

von
erstellt am 10.Mär.2017 | 15:46 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen