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Panorama

03. Dezember 2016 | 07:55 Uhr

Heisse Temperaturen in SH : So gefährlich ist die Sonne im Spätsommer

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Der Schatten wird länger, die Sonneneinstrahlung verteilt sich mehr: Ungeschützte Sonnenbäder sollten dennoch vermieden werden.

Kiel | Die Sonne im Spätsommer ist heimtückisch. „Wenn Dein Schatten kleiner ist als Du, dann musst Du aufpassen!“ Diesen Spruch bekommen oft Kinder beigebracht, damit sie sich nicht ungeschützt der prallen Sonne aussetzen – vor allem im Hochsommer zur Mittagszeit, wenn der Schatten in der Tat recht kurz ausfällt und die Sonnenbrandgefahr extrem steigt.

Jetzt im Spätsommer wird der Schatten bereits etwas länger. „Je flacher der Winkel ist, in dem die Sonnenstrahlung bei uns auftrifft, desto mehr verteilt sich das Strahlenbündel auf der Hautfläche – und desto geringer ist dort die Konzentration der Sonnenstrahlen“, erklärt Dr. Tim Kruschke (37), wissenschaftlicher Mitarbeiter in der Arbeitsgruppe „Physik der Atmosphäre“ am Geomar Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung in Kiel.

Zudem muss die Strahlung der Sonne bei einem tieferen Stand längere Wege durch die Schichten der Atmosphäre durchdringen. Vorsicht ist aber dennoch geboten – vor allem vor und nach dem Sonnenhöchststand, der sommerzeitbedingt über Schleswig-Holstein derzeit kurz vor 13.30 Uhr eintritt. „Auch jetzt – Ende August bis Anfang September – sollte man es zwischen 11 und 16 Uhr vermeiden, sich ungeschützt der Sonne auszusetzen“, rät Andreas Friedrich, Sprecher des Deutschen Wetterdienstes in Offenbach.

Zudem spielen weitere Faktoren wie die Umgebung für die Sonnenbrandgefahr eine Rolle. Geomar-Forscher Kruschke: „Am Wasser wird die Sonnenstrahlung reflektiert, die uns dadurch auch aus anderen Richtungen trifft und zusätzlich belastet.“

Gut geschützt, dürfen sich die Menschen im Norden aber noch einmal auf die Sonne freuen. „Bis Freitag hält das gute Wetter in jedem Fall noch an“, sagt Christoph Herchl (28), Meteorologe beim Dienstleister Wetterwelt in Kiel. Erst am Sonnabend steige das Schauerrisko etwas an – „es scheint aber auch die Sonne“. Danach schlägt das Wetter um. „Es wird wieder wechselhafter“, sagt Herchl. Und die Sonnenbrandgefahr wird verschwindend gering.  

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erstellt am 25.Aug.2016 | 10:23 Uhr

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