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Panorama

06. Dezember 2016 | 09:17 Uhr

Öresund : Sensation: Pottwal in der Ostsee beobachtet

vom

Anfang des Jahres starben sie zuhauf in der Nordsee, jetzt wurde ein Pottwal in der Ostsee entdeckt. Sein Schicksal ist ungewiss.

Helsingør | Sensation in der Ostsee: Segler haben einen etwa 15 Meter langen Wal im Öresund zwischen Dänemark und Schweden beobachtet und gefilmt. Zunächst waren Experten von einem Buckelwal ausgegangen – diese tauchen hin und wieder in der Ostsee auf. Nach Sichtung von Fotos und einem Video sind sich die Fachleute jedoch sicher: Es handelt sich um einen Pottwal. Das sagte der Leiter des Öresund-Aquariums im dänischen Helsingør, Jens Peder Jeppesen, gegenüber dem Helsingør Dagblad. 

Dass sich der größte Zahnwal der Welt in die Ostsee verirrt, ist äußerst selten – und gefährlich für die Riesen, die sich gewöhnlich in deutlich tieferem Wasser im Atlantik aufhalten. Den ersten Nachweis eines Pottwals in der Ostsee im Jahr 2004 hatten Walforscher damals als „Jahrtausendereignis“ bezeichnet. Im selben Jahr war dem dänischen Walforscher Carl Kinze zufolge ein stark verwestes Exemplar auf der zu Russland gehörenden Frischen Nehrung gefunden worden. Ob es in der Ostsee ums Leben gekommen war oder durch Strömung und Schiffe dorthin gelangte, ist laut Kinze unklar.

Anfang des Jahres waren 30 Pottwale rund um die Nordsee gestrandet, 13 davon im Wattenmeer vor Schleswig-Holstein.

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