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Abschied aus der Fussball-Nationalmannschaft : Schweinsteigers Liebeserklärung an Lukas Podolski: „Servus, Poldi, mein Freund“

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Lukas Podolski zählt die Tage bis zu seinem DFB-Abschiedsspiel per Countdown im Internet herunter. Von Kollegen und Wegbegleitern gibt es Liebesbekundungen für den ewigen Poldi.

Kamen | Bastian Schweinsteiger hat Lukas Podolski einen Brief zum Abschied aus der Fußball-Nationalmannschaft geschrieben und die emotionalen Zeilen seines langjährigen Freundes bei seinem eigenen Rücktritt erwidert. „Lieber Lukas, uns verbindet seit Jahren eine Freundschaft, wie es sie nicht oft gibt im Leben' – so begann damals in der Welt am Sonntag Dein Brief zu meinem Abschied aus der Nationalmannschaft. Und ich wüsste nicht, wie ich meinen besser beginnen könnte“, schrieb Schweinsteiger in der gleichen Zeitung.

Podolski bestreitet am Mittwoch in Dortmund gegen England sein 130. und letztes Länderspiel für Deutschland. Schweinsteiger hatte sich im August 2016 aus dem DFB-Team verabschiedet. Beide hatten im Juni 2004 ihre außergewöhnlichen Karrieren im Nationaltrikot begonnen und 2014 in Brasilien mit dem WM-Titel gekrönt.

„Ich erinnere mich sehr gut an den Moment der Auswechslung bei meinem Abschiedsspiel, als ich Dich auf der Tribüne im Kreise meiner Familie sitzen sah. Inmitten jener Menschen, die einen besonderen Platz in meinem Leben einnehmen – und zu diesen Menschen zählst auch Du“, schrieb Schweinsteiger. Er sei sich sicher, dass Podolski auch die japanischen Fans bei seinem künftige Verein Vissel Kobe begeistern werde, schrieb Schweinsteiger und schloss mit: „Servus, Poldi, mein Freund. Bis bald!“

Podolski zählt bei Twitter mit Foto-Erinnerungen an seine bislang 129 Länderspiele die Tage bis zu seinem Abschiedsspiel herunter.

 

Auch auf Schweinsteigers Botschaft zum Abschied reagierte Poldi dort - mit einem roten Kussmund.

Neben Schweinsteiger hat auch Oliver Bierhoff lobende Worte für Podolski übrig. Bierhoff erhob ihn in den Rang eines nationalen Botschafters. „Es wird einem bewusst, was diese Spieler auch für das Land getan haben“, sagte der Teammanager. „Er steht für eine Zeit. Er steht für den Aufbruch nach 2004.“

Auch Löw freut sich über den „fantastischen Rahmen“ für Podolski, muss aber gleichzeitig den Aufbruch 2017 managen. Mesut Özil soll dem Bundestrainer dabei trotz seiner Oberschenkelprobleme zur Verfügung stehen. Der Mittelfeldspieler des FC Arsenal hatte am Samstag beim überraschenden 1:3 der Londoner in der Premier League bei West Bromwich Albion nicht mitwirken können. Dennoch wird der 28-Jährige beim Treffpunkt der DFB-Auswahl am späten Montagabend in der Sportschule Kaiserau erwartet. Derzeit rechne man mit einer Einsatzchance gegen England, hieß es am Sonntag aus Özils Management.

Auch für Özil zählt erstmal der Poldi-Abschied: „Ich werde ihn definitiv sehr vermissen, weil er ein sehr guter Freund von mir ist. Wir haben viele Erfolge gehabt. Misserfolge auch. Aber er ist ein toller Kerl“, sagte er über seinen Ex-Kollegen bei Arsenal und im DFB-Trikot in einem Verbands-Video.

Bei der anschließenden Reise ans Kaspische Meer rechnet Özil fix mit einem Sieg. „Wir haben genug Potenzial in der Mannschaft. Wir werden sehr konzentriert sein“, versprach er vor der Fortsetzung in der WM-Ausscheidungsrunde in Baku, die der Weltmeister mit vier Siegen ohne Gegentor perfekt gestartet hat.

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erstellt am 19.Mär.2017 | 12:40 Uhr

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