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Panorama

07. Dezember 2016 | 15:34 Uhr

Technik : Routenplaner: Nicht in die Abofalle geraten

vom

Heutzutage braucht niemand mehr gute Fähigkeiten im Kartenlesen - zahlreiche Routenplaner bieten im Internet ihre Dienste an. Nutzer sollten jedoch vorsichtig sein, denn oft verbergen sich hinter den vermeintlich nützlichen Helfern fiese Abofallen.

Verbraucherschützerwarnen vor unseriösen Routenplanern im Internet, die Nutzer in Abofallen locken. Wie derVerbraucherzentraleBundesverband mitteilt, versuchen Seiten wie «routenprofi.net», «maps-routenplaner.com» oder «maps-routenplaner-24.net», Nutzer zu hohen Zahlungen zu drängen.

Wie funktioniert die Masche?

Die Seiten befinden sich teilweise bei Suchmaschinen relativ weit oben, damit sie oft geklickt werden. Bei «Bing» schalten die Betreiber Anzeigen, damit ihre Seiten über den regulären Suchergebnissen erscheinen. Wer den Routenplaner nutzen will, muss sich vorher mit seiner E-Mail-Adresse registrieren. Daraufhin erhalten die Nutzer eine E-Mail mit einer hohen Rechnung, die über Amazon-Gutscheine beglichen werden soll. Die Firmen sind nicht im Handelsregister eingetragen, weswegen es für die Behörden schwierig ist, die Betreiber nachzuverfolgen.

Wie erkenne ich den Betrug?

Die betroffenen Seiten sehen im Vergleich zu seriösen Routenplanern recht altbacken aus - mit großen, unterstrichenen Überschriften und unprofessioneller Bildgestaltung. Hinzu kommt, dass die Routenberechnung mit einem Gewinnspiel verbunden wird. Dabei wird beispielsweise die Verlosung einer Reise oder eines Navigationsgeräts behauptet. In den Nutzungsbedingungen wird darauf hingewiesen, dass eine Mitgliedschaft über 24 Monate 500 Euro kostet und der Betrag im Voraus beglichen werden soll. Bei manchen der Routenplaner wird bei der Registrierung außerdem ein Button mit der Aufschrift «Kostenpflichtig bestellen!» angezeigt.

Ich habe mich registriert - muss ich die Rechnung bezahlen?

Nach Angaben desLKA Niedersachsenbesteht keine Zahlungsverpflichtung - sogar, wenn der Betreiber der Seite droht, ein Inkassounternehmen zu beauftragen. Auch Susanne Baumer, Teamleitung Marktwächter Digitale Welt in der Verbraucherzentrale Bayern, erklärt: «Da kein wirksamer Vertrag vorliegt, sollten sich Betroffene von Rechnungen und Mahnungen nicht einschüchtern lassen und den verlangten Betrag nicht zahlen». Die Verbraucherzentralen böten dazu Hilfe und einen Musterbrief für einWiderrufschreibenan.

Welche seriösen Routenplaner gibt es?

Seriöse Routenplaner gibt es von verschiedenen Anbietern, zum Beispiel vom Karten-AnbieterFalk, ReifenherstellerMichelin, demADACund der SuchmaschineGoogle. Sie alle sind kostenlos und teilweise auch als Smartphone-App verfügbar.

Marktwächterwarnung der Verbraucherzentrale

Hinweise des LKA Niedersachsen

Musterbrief der Verbraucherzentrale (PDF)

Falk Routenplaner

Michelin Routenplaner

ADAC Routenplaner

Google Maps

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von
erstellt am 09.Sep.2016 | 13:38 Uhr

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