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Panorama

08. Dezember 2016 | 19:24 Uhr

Nach Axt-Attacke in Würzburg : Renate Künast kritisiert Polizei - und löst Shitstorm aus

vom

Die Polizei hat den Täter auf seiner Flucht erschossen. War das richtig? Im Netz gibt es dazu heftige Diskussionen.

Die Axt-Attacke in einer Regionalbahn in Würzburg sorgt deutschlandweit für Entsetzen. Ein 17-Jähriger hat Fahrgäste mit einer Axt angegriffen, fünf von ihnen wurden verletzt, zwei schweben in Lebensgefahr. Auf seiner Flucht erschießt die Polizei den Täter. Ob das richtig war, darüber gibt es jetzt eine Diskussion - auch in den sozialen Netzwerken. Unter den Hashtags #würzburg und #wuerzburg argumentieren viele Nutzer für und gegen die Reaktion der Polizei.

Besonders die Grünen-Politikerin Renate Künast sorgte dabei jedoch mit einem Tweet für Aufsehen. Darin fragte sie, warum der Täter nicht angriffsunfähig geschossen werden konnte.

Der Tweet zog viele Reaktionen nach sich - viele Twitter-Nutzer empörten sich über die Frage, weil sie ihrer Meinung nach weniger Beileid für die Opfer ausdrückt als Entsetzen über die Schüsse auf den Täter.

Die Polizei wehrte sich umgehend. Sie schrieb:

Was folgte, war ein Schlagabtausch zwischen Twitter-Nutzern und Künast.

 

Künast wehrt sich - hier eine Auswahl ihrer Antworten:

 

Doch sie bekam auch - zugegebenermaßen eher wenig - Unterstützung für ihre Aussage. So verurteilt @elToroBeast die Verteidigung der Tötung, wenn man die Faktenlage kaum kennen würde.

Der Vorsitzende der Deutschen Polizeigewerkschaft warf Künast derweil „Klugscheißerei“ vor. „Wenn Polizisten in der Form angegriffen werden, werden sie sich nicht auf Kung Fu einlassen. Das endet dann bedauerlicherweise manchmal mit dem Tod des Täters, ist aber nicht zu ändern“, sagte Rainer Wendt der „Saarbrücker Zeitung“. Das Vorgehen der Polizisten werde nun von der Staatsanwaltschaft untersucht und dann werde ein Urteil gefällt. „Da brauchen wir die parlamentarischen Klugscheißer überhaupt nicht.“

Das bayerische Landeskriminalamt hat interne Ermittlungen aufgenommen. Dies sei ein üblicher Vorgang beim Schusswaffengebrauch von Beamten, sagte ein Sprecher. Die Ermittlung sollen klären, wie der Einsatz ablief und ob die Abgabe der tödlichen Schüsse gerechtfertigt war.

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erstellt am 19.Jul.2016 | 10:34 Uhr

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