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Panorama

06. Dezember 2016 | 13:13 Uhr

Nach Räumung von Terminal und Flughalle : Polizei fasst verdächtige Frau am Frankfurter Flughafen - Betrieb geht weiter

vom

Eine Person soll ohne entsprechende Kontrolle in den Sicherheitsbereich gelangt sein. Die Person ist nicht auffindbar.

Frankfurt/Main | Eine verdächtige Frau hat am Frankfurter Flughafen einen Sicherheitsalarm und eine vorübergehende Räumung ausgelöst. Die Frau wurde identifiziert und festgehalten. Nach dem ersten Alarm gegen neun Uhr räumte die Bundespolizei die Flughalle A vollständig. Alle Reisenden mussten anschließend noch einmal überprüft werden. Erst am Mittwochmittag durften die Passagiere nach und nach wieder zu ihren Flugsteigen und den dort wartenden Maschinen.

Bei der Durchsuchung der Flughalle A wurden keine verdächtigen Gegenstände gefunden, wie die Bundespolizei mitteilte. „Die geordnete Abfertigung der Passagiere beginnt wieder“, sagte ein Sprecher. Die Verdächtige werde nun vernommen. Zunächst war nicht klar, ob die Frau die Sicherheitskontrolle bewusst vorzeitig verlassen hatte oder ob sie annahm, dass sie schon weitergehen durfte.

Es sei kein Bombenalarm gewesen, betonte der Sprecher. Allerdings sei ein Spezialfahrzeug zur Bombenentschärfung zum Einsatz gekommen, um ein herrenloses Gepäckstück zu untersuchen. Einen Zusammenhang mit dem Zwischenfall an der Sicherheitskontrolle gebe es nicht.

Gegen 12.30 öffnete der Flughafenbetreiber Fraport nach der neuen Überprüfung der Passagiere die Flugsteige nach und nach wieder. Durch die Unterbrechung der Abfertigung am Flugsteig hatten die bereits wartenden Flugzeuge nicht starten können. Wie viele Flüge an den Flugsteigen A und A+ verspätet aufbrachen, war zunächst nicht bekannt. „Es gab eine sehr klare Ansage der Sicherheitskräfte, dass das Gebäude zu verlassen ist“, sagte Björn Lotz, der an Flugsteig A34 eigentlich auf seinen Abflug nach Valencia gewartet hatte. „Es ging alles sehr schnell.“ Panik habe sich unter den Passagieren nicht ausgebreitet, obwohl sich die Menschenmenge an der Sicherheitsschleuse gestaut habe und die Reisenden nicht genau gewusst hätten, was eigentlich los war.

Reisende wurden am Mittwochvormittag per Megafon aufgefordert, die Halle zu verlassen und sich in andere Bereiche des Flughafens zu begeben. Zuvor waren bereits Teile der Halle geräumt worden, weil eine Person ohne entsprechende Kontrolle in den Sicherheitsbereich gelangt war, wie der Flughafenbetreiber Fraport mitteilte.

Auf der Fraport-Webseite wurde Reisenden empfohlen, sich mit ihrer Fluggesellschaft in Verbindung zu setzen und Informationen über mögliche Auswirkungen für ihre Reise zu erhalten. In anderen Bereichen des Flughafens war der Betrieb normal weiter gelaufen.

Augenzeugen berichteten, dass Passagiere während aus dem Gebäude geführt würden. Die Polizei sei im Sicherheitsbereich. Die Stimmung sei ruhig, von Panik sei nichts zu spüren.

Betroffen von der Räumung waren laut Fraport und Polizei zunächst die Flugsteige A und A-Plus. Alle Personen, die bereits die Kontrolle passiert hätten, müssten nochmals überprüft werden.

Die Polizei machte mit Megaphonen Durchsagen in Terminal 1. Die Passagiere wurden aufgefordert, diesen zu verlassen, und die Sicherheitsschleuse ein zweites Mal zu durchlaufen:

 

An den Flughafen-Schaltern bildeten sich Schlangen von Passagieren, die von der Terminal-Räumung betroffen sind.

Die beiden Passagier-Terminals des größten deutschen Flughafens sind über etliche Eingänge frei zugänglich. Außerdem sind zwei Bahnhöfe sowie Hotels und Kongresszentren mit den Gebäuden verbunden. Der Sicherheitsbereich beginnt erst innerhalb der Terminals hinter den Personenkontrollstellen für den Flugbetrieb. Davor liegen große Hallen mit Geschäften, Schaltern und Lokalen. Die Polizei überwacht diesen Bereich mit Streifen und Video-Kameras. Wer im Sicherheitsbereich arbeitet, braucht eine Unbedenklichkeitsbescheinigung, ausgestellt vom Land Hessen.

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erstellt am 31.Aug.2016 | 13:47 Uhr

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