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Panorama

03. Dezember 2016 | 01:25 Uhr

Islamistische Terrormiliz in Somalia : Mindestens 20 Tote bei Angriff der Al-Shabaab

vom

Zahlreiche Zivilisten sterben bei der Explosion einer Autobombe auf einem belebten Markt. Die EU verurteilte die Tat.

Mogadischu | Bei einem verheerenden Autobombenanschlag der somalischen Terrormiliz Al-Shabaab auf einen belebten Markt in der Hauptstadt Mogadischu sind mindestens 20 Menschen ums Leben gekommen. Bis zu 30 Menschen wurden nach Angaben der Behörden verletzt.

Die sunnitischen Extremisten versuchen seit Jahren, am Horn von Afrika einen sogenannten Gottesstaat zu errichten. In der Vergangenheit gab es mehrere schwere Anschläge der Terrormiliz. Zuletzt starben mindestens 20 Menschen bei einem Anschlag auf ein Hotel in Mogadischu.

Der Sprengsatz explodierte am Samstag auf dem Markt im Bezirk Waaberi in der Nähe einer Polizeiwache. Bei den Opfern handelte es sich ausschließlich um Zivilisten, unter ihnen waren viele Frauen. Die Polizei konnte den Angaben nach einen Verdächtigen festnehmen.

Somalias Präsident Hassan Sheikh Mohamed erklärte, der Angreifer sei lebend gefasst worden. Der Mann soll die Beamten zu einer Garage gebracht haben, in der die Bombe gebaut worden sein soll. Al-Shabaab bekannte sich zu dem Anschlag über den ihr nahe stehenden Sender Radio Andalus.

Die EU verurteilte den Angriff in dem krisengeschüttelten Land als einen Akt sinnloser Gewalt. Somalia, das derzeit ein neues Parlament wählt, erlebe nach Jahren des Bürgerkriegs und der politischen Unordnung endlich einen Moment der Hoffnung, der nicht zerstört werden dürfe, sagte ein Sprecher der EU-Außenbeauftragten Federica Mogherini. Die Wahl sei ein wichtiger Schritt in der politischen Veränderung des Landes und solle zu mehr Stabilität beitragen.

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erstellt am 27.Nov.2016 | 15:13 Uhr

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