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Panorama

05. Dezember 2016 | 11:32 Uhr

Nach zu warmem Winter : Meereis der Arktis taut weit in Richtung Nordpol

vom

Die Eisfläche der Arktis ist stark geschrumpft. Nach der Rekordschmelze 2012 erreichte sie in diesem Jahr die zweikleinste Fläche seit Beginn genauer Messungen. Der Trend ist nach Expertenangaben ungebrochen.

Die Meereisfläche in der Arktis ist in diesem Sommer weiter massiv geschrumpft. Das Eis sei bis in die Zentralarktis um den Nordpol hinein getaut, sagte der Klimaforscher Klaus Grosfeld vom Bremerhavener Alfred-Wegener-Institut (AWI).

«Erstmals ist das Eis an einer Stelle in einer durchgehenden Fläche bis nördlich von 85. Grad Nord aufgetaut.» So weit nördlich sei das Eis bis dato in den Sommermonaten noch nie geschmolzen. «Das zeigt, wie angegriffen das System ist», betonte er.

Im Winter werde der Bereich zwar wieder zufrieren. Nun bestehe aber die Gefahr, dass im nächsten Sommer das Meereis wieder so weit zurück gehe. 2012 habe es in der Arktis auch bereits eine eisfreie Linse nördlich des 85. Breitengrades gegeben, sagte Grosfeld. «Die war aber nicht mit dem eisfreien arktischen Ozean verbunden.» Dies sei diesmal der Fall gewesen. 

Die Eisfläche in der Arktis reduzierte sich nach Auswertungen des AWI und der Universität Hamburg im September auf eine Größe von knapp 4,1 Millionen Quadratkilometern: Das war nach der Rekordschmelze im Jahr 2012 die zweikleinste Fläche seit Beginn der Auswertung von Satellitendaten. Die im Frühjahr zunächst erwartete erneute Rekordschmelze sei unter anderem wegen eines Tiefdruckgebietes im Sommer ausgeblieben.

Grund für die Meereisschmelze sei die Klimaerwärmung. «Der Trend ist ungebrochen», sagte Grosfeld. Der vergangene Winter sei besonders warm gewesen. Dadurch habe sich in vielen Gebieten nur sehr langsam neues Meereis gebildet.

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erstellt am 20.Sep.2016 | 15:27 Uhr

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