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Panorama

10. Dezember 2016 | 19:28 Uhr

Massenpanik im Stadion mit 96 Toten : Jury: Hillsborough-Katastrophe 1989 war kein Unfall

vom

Die Fans treffe keine Schuld, befindet die Untersuchungskommission. Die Umstände der Massenpanik habe auch die Polizei zu verantworten.

Sheffield | Der Tod von 96 Fans bei einer der schlimmsten Katastrophen im Fußball im Stadion von Sheffield im Jahr 1989 war zum Teil Schuld der Polizei. Die Geschworenen einer Untersuchungskommission zum Hillsborough-Desaster fällten am Dienstag dieses Urteil zu den Umständen der Massenpanik, die kein Unfall gewesen sei.

Bei dem FA-Cup-Spiel zwischen dem FC Liverpool und Nottingham Forest am 15. April 1989 war es zu der Panik auf den Rängen gekommen. 96 Menschen starben, 766 Menschen wurden verletzt. Schon früh hatte es Stimmen gegeben, die der Polizei die Schuld an dem Desaster gaben.

Planungsfehler der Polizei hätten die Katastrophe verursacht oder dazu beigetragen, entschieden die Geschworenen. Die Fans selbst treffe ausdrücklich keine Schuld, befand die Jury.

Eine erste Untersuchung hatte 1991 ergeben, dass für die Tragödie im Fußballstadion von Sheffield niemand verantwortlich zu machen war. 2012 hatte ein Gericht das Urteil aufgehoben und eine neue Untersuchung angeordnet. Zwei Jahre lang wertete die Jury Hunderte von Zeugenaussagen, Bildern und Videos der Katastrophe aus.

Ein Youtube-Video zeigt die damaligen Live-Bilder:

Die Jury kam nun zu dem Schluss, dass die Liverpool-Fans auf einer der Tribünen zu Tode gequetscht wurden, nachdem eine große Zahl von Menschen durch die Ausgangstore eingelassen wurden. Schuld an dem Tod der Fans waren nach Ansicht der Geschworenen Fehlverhalten und Versäumnisse der Polizei und anderer Verantwortlicher.

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erstellt am 26.Apr.2016 | 14:37 Uhr

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