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Panorama

10. Dezember 2016 | 12:02 Uhr

Mehrstündige Verspätung : Irrfahrt mit dem Flixbus: Fahrer nimmt falschen Bus

vom

Statt acht dauerte die Tour plötzlich 14 Stunden: Für rund 40 Fahrgäste des Fernbus-Unternehmens wurde der Weg nach Berlin zur Tortur. Einige Reisende prüfen eine Klage.

Mönchengladbach | Die Fahrt von Mönchengladbach nach Berlin sollte mit dem Fernbus eigentlich nur acht Stunden dauern. Am Ende saßen die Kunden am Sonntag jedoch knapp sechseinhalb Stunden länger in dem Bus. Der Grund: Ihr Fahrer musste nach einem Teil der Strecke umkehren, weil er mit dem falschen Bus losgefahren war. Statt mit dem vorgesehenen kleineren Bus sei der Fahrer mit einem Doppeldecker-Bus zur Abfahrtshaltestelle erschienen, schreibt die „Süddeutsche“.

Als der Bus bereits in Niedersachsen gewesen sei, wurde er demnach zurückbeordert, da er für eine andere Fahrt von Dortmund nach Berlin benötigt wurde. Wie der WDR berichtet, hätten die Fahrgäste dem Unternehmen mehrere Optionen unterbreitet, um nicht wieder nach NRW zurückfahren zu müssen. So hätten sie unter anderem vorgeschlagen, in Hannover in einen Zug einzusteigen oder einen anderen Bus zu nehmen. Flixbus habe jedoch alle Vorschläge abgelehnt.

Der Bus fuhr wieder zurück nach Dortmund, wo die Fahrgäste in das richtige Fahrzeug einsteigen konnten. Mit einer Verspätung von sechseinhalb Stunden kamen sie schließlich in Berlin an. Als Entschädigung bekommen die Fahrgäste die Kosten erstattet und einen Gutschein für eine europaweite Freifahrt. Dennoch sind die Passagiere sauer über den Fauxpas. Laut Informationen des WDR prüfen sie eine Klage bei der Verbrauchzentrale.

Das Unternehmen bedauerte die Irrfahrt. Aus Sicht der Leitstelle und des örtlichen Disponenten habe es aber keine andere Möglichkeit gegeben, als den Bus umkehren zu lassen, sagte ein Flixbus-Sprecher am Montag in Berlin. Der Flixbus-Sprecher sagte, wegen der Hauptreisezeit habe in Dortmund oder anderswo kein Ersatzbus organisiert werden können. Deshalb habe man den Bus zurückholen müssen. Anderenfalls hätten Fahrgäste aus Dortmund nicht nach Berlin gebracht werden können.

(mit dpa)

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erstellt am 15.Aug.2016 | 10:01 Uhr

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