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Panorama

10. Dezember 2016 | 19:34 Uhr

Abfahrt an der A1 : Illegales Autorennen in Köln – Frau schwer verletzt

vom

Wieder einmal haben sich junge Männer in Köln ein illegales Autorennen geliefert. Und wieder wird eine Unbeteiligte zum Opfer der Raserei.

Köln | Erneut ist bei einem illegalen Autorennen in Köln eine unbeteiligte Frau schwer verletzt worden. Zwei Autofahrer hätten sich ein Rennen geliefert, sagte ein Polizeisprecher am Montag. Die 23 und 24 Jahre alten Männer fuhren nach Darstellung der Ermittler viel zu schnell, überholten einander und rasten auf einer mehrspurigen Straße im Zickzack um andere Autos herum.

Als einer der beiden mit einem unbeteiligten Auto, einem Ford Ka, zusammenstieß, wurde die darin sitzende 66-jährige Beifahrerin schwer, aber nicht lebensgefährlich verletzt. Die Polizei beschlagnahmte die Führerscheine und die Autos der beiden Raser. Gegen sie werde wegen Gefährdung des Straßenverkehrs ermittelt, sagte der Sprecher.

In der Vergangenheit hatte es in Köln mehrere Autorennen gegeben, bei denen Unbeteiligte sogar tödlich verletzt wurden – eine Chronik:

Mai 2016 in Berlin-Tegel

Nach einem Autounfall werden zwei Schwerverletzte aus einem brennenden Wagen gerettet. Ein Mercedes und ein BMW waren nebeneinander eine Straße entlanggerast. Möglicherweise lieferten sich die Fahrer ein illegales Rennen, bis der Mercedes gegen einen Baum krachte und in Brand geriet.

Februar 2016 in Berlin

In der Nähe der Berliner Gedächtniskirche fahren zwei junge Raser ein tödliches Rennen. Eines der Autos stößt mit einem Geländewagen zusammen, dessen 69 Jahre alter Fahrer stirbt.

Januar 2016 in Ludwigshafen

Bei einem illegalen Rennen verliert ein Fahrer die Kontrolle über seinen Wagen und prallt gegen einen Baum. Auf dem Rücksitz des Autos stirbt eine 22 Jahre alte Frau, zwei weitere Mitfahrer werden schwer verletzt.

Dezember 2015 in Karlsruhe

Zwei Autofahrer liefern sich ein Rennen, bis es zum Unfall kommt. Beide Wagen rammen mehrere unbeteiligte Autos. Sechs Menschen werden verletzt, zwei von ihnen schwer.

Juli 2015 in Köln

Ein BMW stößt bei hohem Tempo mit einem Mini zusammen. Der BMW-Fahrer verliert die Kontrolle über sein Fahrzeug, überschlägt sich mehrmals, kollidiert mit Ampelanlagen und trifft schließlich einen 26-jährigen Radfahrer. Drei Tage lang kämpfte der Radler gegen den Tod. Doch er erlag seinen schweren Kopfverletzungen. Alles deutet auf ein vorangegangenes Rennen hin. Der Unfallverursacher, ein 27-jähriger Student, wird im Mai 2016 zu zwei Jahren und neun Monaten Haft verurteilt. Dreieinhalb Jahre wird dem Mann der Führerschein entzogen.

April 2015 in Köln

Zwei junge Männer rasen durch die Innenstadt. Bei Tempo 100 verliert einer der beiden die Kontrolle über seinen Wagen. Das Auto erfasst eine 19 Jahre alte Radfahrerin, die tödlich verletzt wird. Im Prozess waren die Verursacher des Unfalls Mitte April zu Bewährungsstrafen verurteilt worden. Nach Auffassung des Landgerichts hatten die Angeklagten sich spontan über eine Strecke von mehreren Kilometern ein Kräftemessen geliefert. Mehrere Zeugen hatten ausgesagt, die beiden Autos seien mit hohem Tempo und quietschenden Reifen unterwegs gewesen.

März 2015 in Köln

Einer von zwei Rasern fährt mit seinem Wagen über eine rote Ampel und rammt ein Taxi. Ein Fahrgast stirbt später an seinen schweren Verletzungen.

April 2015 in Leverkusen

Während ein Radfahrer bei Grün die Straße überqueren will, fahren ein BMW und ein Opel viel zu schnell auf die Kreuzung zu. Der BMW erfasst den 20-Jährigen und verletzt ihn schwer.

Januar 2012 bei Freiburg

Nahe Freiburg sterben zwei Menschen nach einem illegalen Autorennen - eine unbeteiligte 27-Jährige und einer der Raser.

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erstellt am 18.Jul.2016 | 13:27 Uhr

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