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Panorama

04. Dezember 2016 | 07:14 Uhr

„Mario Barth deckt auf“ am Trump Tower : „Ihr dürft's nicht lustig finden“: Mario Barth schlägt nach Medienkritik zurück

vom

Barth wollte die „Lügenpresse“ entlarven und blamierte sich vorm Trump Tower. Gute Argumente aber fehlen.

Medienschelte für Mario Barth, doch der Komiker kaspert zurück: Dem kritisierten und über eine Million Mal aufgerufenen Trump-Tower-Video in New York folgt nun die Ankündigung, sich einen Anzug besorgen und als Bundespräsident kandidieren zu wollen.

„Leidet der Komiker unter Verfolgungswahn, oder soll das witzig sein?“, fragte das Nachrichtenportal „focus.de“. Die Kollegen von „stern.de“ folgerten: „Wenn Mario Barth die Freundin-macht-Sachen-Scherze weglässt, bleibt halt nicht mehr so viel übrig.“

Was war passiert? Mario Barth hatte sich am vergangenen Freitag vor dem Trump Tower in New York gefilmt und im Live-Video auf Facebook die massiven Proteste der Bürger gegen den kommenden US-Präsidenten Donald Trump vermisst, von denen die Medien immer geschrieben hatten. Lügenpresse? Nein! Barth hatte schlichtweg nicht bedacht, dass die Straße wegen eines Feiertags (Veteran’s Day) gesperrt worden war. Die Proteste fanden zu einer anderen Zeit statt.

Doch Barth wäre nicht Barth, würde er sich von der Kritik unterkriegen lassen. In einem neuen Facebook-Video nach seiner Rückkehr aus New York lässt er seiner Berliner Schnauze freien Lauf und basht mit dem typischen Barth-Humor zurück: „Ihr dürft's nicht lustig finden. Wenn ihr es lustig findet, dann verliert ihr echt einige Leser“, grinst er quasi dem „Stern“ entgegen. Er mache Comedy eben für seine Fans, nicht für die Medien.

 

Am meisten habe ihn aber eine Passage auf „focus.de“ geschockt: „Seit 15 Jahren krieg ich auf die Fresse von der Presse. Immer nur Mann-Frau. Jetzt mach ich so ne Nummer vor dem Trump Tower und was schreibt der Focus: Mach ma lieber Mann-Frau.“ Barths Augen weiten sich ungläubig. Aber, „Na gut“ scheint er zu denken und verspricht, auch sein neues Comedy-Programm werde wieder Mann-Frau sein.

Oder folgt gar ein ganz anderer Karriereschritt? „Der ‚Stern‘ hat geschrieben ‚Zum Glück steht Mario Barth selbst nicht zur Wahl‘“, zitiert der Comedian in die Kamera. Dann zögert er kurz, setzt ein verschmitztes Lächeln auf und meint: „Vielleicht gehe ich in die Politik.“ Klar! Natürlich „hat der ein oder andere“ nun Schiss, wie Barth vermutet. Er will sich einen Anzug besorgen und als Bundespräsident, Kanzler oder irgendetwas anderes kandidieren. „Egal, irgendein Amt.“ Und der Barth-Tower werde auch gebaut.

Am Ende des Videos scheint Barth tatsächlich eine seriöse Botschaft zu haben. „Bald sind Wahlen in Deutschland. Leute, geht wählen.“ Doch dann: „Und wenne nicht weißt, wo du Kreuz draufmachen sollst: Nimm nen Zettel und mal Männeken drauf.“ Nee, lieber nicht.

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erstellt am 16.Nov.2016 | 07:33 Uhr

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