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Panorama

06. Dezember 2016 | 15:16 Uhr

Bereits drei Tote : Hurrikan «Matthew» zieht auf Haiti zu

vom

Der mächtige Wirbelsturm sorgt in dem völlig verarmten Karibikstaat für starken Regen und heftigen Wind. Tausende Menschen bringen sich in Sicherheit. Die Rettungskräfte rechnen mit dem Schlimmsten.

Hurrikan «Matthew» ist mit voller Kraft auf Haiti getroffen. Im Westen des Landes seien mehrere Ortschaften teilweise überschwemmt worden, teilte der Zivilschutz mit. Tausende Menschen suchten Schutz.

In der Hauptstadt Port-au-Prince kam das öffentliche Leben weitgehend zum Erliegen. Schulen und Geschäfte wurden geschlossen. «Matthew» war am frühen Morgen (Ortszeit) nahe dem Ort Les Anglais auf Land getroffen. Der Hurrikan der Kategorie 4 mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 230 Kilometern pro Stunde brachte starken Regen, heftigen Wind und hohe Wellen mit sich.

Die Regierung und das Rote Kreuz mobilisierten Tausende freiwillige Rettungskräfte. Auch internationale Hilfsorganisationen brachten sich in Stellung. «Wir bereiten alles für einen schnellen Nothilfeeinsatz vor», sagte der Leiter der Auslandshilfe des Arbeiter-Samariter-Bunds (ABS), Carsten Stork.

In dem völlig verarmten Karibikstaat wurden schwere Schäden befürchtet. «In Haiti wurden viele Regionen stark gerodet. Der Hurrikan bringt mit bis 600 Millimeter pro Quadratmeter extreme Regenmengen mit, so dass neben Sturmschäden vor allem die Gefahr von Überschwemmungen und Erdrutschen extrem hoch ist», sagte Stork.

Bislang kamen in der Karibik mindestens drei Menschen durch «Matthew» ums Leben. In Kolumbien wurde bereits in der vergangenen Woche ein Mann getötet, in St. Vincent und den Grenadinen starb ein Jugendlicher. Vor der Küste von Haiti ertrank ein Fischer, ein weiterer wurde vermisst.

In Kuba brachten die Behörden rund eine Million Menschen in Sicherheit. Die US-Streitkräfte zogen ihr nicht-essenzielles Personal von der Militärbasis Guantánamo ab. In Jamaika schützten Hausbesitzer die Fenster ihrer Häuser mit Holzplatten.

Das Auge von «Matthew» dürfte nun zunächst über den Golf von Gonave und dann weiter nach Nordwesten ziehen. Der Wirbelsturm sollen den Prognosen zufolge am Osten Kubas vorbeiziehen und am Mittwoch die Bahamas streifen.

«Einige Schwankungen in der Intensität sind in den nächsten Tagen möglich, aber wir gehen davon aus, dass «Matthew» bis mindestens Mittwochnacht ein mächtiger Hurrikan bleibt», teilten die Experten des US-Hurrikan-Zentrums mit.

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erstellt am 04.Okt.2016 | 15:54 Uhr

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