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Panorama

05. Dezember 2016 | 09:26 Uhr

Tierpsychologie : Hunde mögen keine Umarmungen: Zehn Tiere, die sich nicht so anstellen

vom

Nicht alle Streicheleinheiten kommen bei Hunden gut an, wie eine Studie festgestellt hat. shz.de hat sich umgeschaut und Vierbeiner gefunden, die sich überraschend gerne umarmen lassen.

Ein kürzlich veröffentlichter Artikel in dem amerikanischen Magazin Psychology Today überrascht Hundeliebhaber. Die Nachricht, dass die flauschigen Haustiere die Umarmungen nicht wie ihre menschlichen Freunde zu schätzen wissen, kursiert allerdings schon seit längerem in Hunde-Ratgebern. Besonders Kindern wird beigebracht, der Versuchung zu wiederstehen die Haustiere zu umarmen. Zu sehr würde die Situation die Tiere stressen, sodass sie zubeißen könnten.

Hunde sind sogenannte Lauftiere und neigen daher bei Gefahr dazu wegzulaufen anstatt aggressiv zu werden. Deshalb bedeutet es für sie großen Stress umarmt und somit „festgehalten“ zu werden. Anders als die Menschen erkennen sie die Umarmung nämlich nicht als Zeichen der Zuneigung und Liebe.

Ob das wirklich stimmt, wollte der amerikanische Forscher Stanley Coren herausfinden. Denn bisher gab es dazu keinen wissenschaftlichen Nachweis. Er verglich für seine Studie 250 zufällig ausgewählte Bilder von Menschen, die Hunde umarmen. Die Ergebnisse waren eindeutig. Bei knapp 82 Prozent der Bilder zeigten die Hunde mindestens ein Anzeichen von Stress. Diese sind bei Hunden relativ leicht auf den ersten Blick zu erkennen.

Zum Beispiel drehen viele Hunde den Kopf weg von der umarmenden Person und vermeiden so den Augenkontakt. Zusätzlich schließen sie oft ihre Augen oder verdrehen sie soweit, dass man das Weiß sehen kann, was ein eindeutiges Indiz für Stress bei Hunden ist. Auch an der Haltung der Ohren lässt sich die Stimmung des Hundes deuten. Hängen sie am Kopf anliegend herunter, fühlt sich der Vierbeiner wahrscheinlich unwohl.

Selbst harmlos wirkende Anzeichen, wie wenn der Hund bei einer Umarmung das Gesicht der Person oder die eigenen Lippen ableckt, gähnt oder eine Pfote hebt, weisen auf Stress hin.

Nur bei 7,6 Prozent der Hunde konnte man erkennen, dass ihnen die Umarmung gefällt und bei den restlichen 10,8 Prozent der Bilder ließ sich der Stressfaktor nicht eindeutig feststellen.

Wenn sich schon Hunde nicht mehr umarmen lassen wollen, müssen Alternativen her. Wir haben zehn gewöhnliche und ungewöhnliche Tiere gefunden, die die Kuscheleinheiten genießen.

1. Die Katze

Diese Katze scheint regelrecht nach einer Umarmung zu betteln.

2. Der Löwe

Eine größere Version des Stubentigers springt hier seinem Besitzer an den Hals.

Überhaupt sollte man nicht nur die typischen Haustiere für Kuscheleinheiten in Betracht ziehen. Die folgende Tiere sind alles andere als typische Haustiere

3. Die Eule

Diese Eule lässt die Umarmung immerhin friedlich über sich ergehen.

4. Der Wal

Für diese Umarmung haben der Beluga-Wal und sein Domteur sicherlich lange trainieren müssen.

5. Die Robbe

Diese neugierige Robbe kommt auf Kuschelkurs.

6. Der Hai

Keine Angst vor dem Hai. Er holt sich nur eine Umarmung ab.

7. Das Pferd

Das Pferd dagegen ist ein beliebtes Haustier und auch Umarmungen nicht abgeneigt.

8. Die Kuh

Diese Kuh genießt sichtlich die Streicheinheiten auf der Weide.

9. Das Mini-Schwein

Nichts einzuwenden gegen eine ausgedehnte Massage hat auch dieses Mini-Schwein.

10. Der Nasenbär

Dieser Nasenbär will eine Umarmung, aber das Känguru hüpft einfach davon.

via GIPHY

Zugegeben: Zu viel sollte man wohl nicht in die tierischen Annäherungsversuche hinein interpretieren. Aber niedlich anzuschauen sind sie doch.

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erstellt am 27.Apr.2016 | 17:47 Uhr

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