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Panorama

07. Dezember 2016 | 17:33 Uhr

Hunde als lebende „Zeitbomben“ auf Ziegenjagd

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Australien setzt auf einer Insel Dingos zur Tötung von 300 Ziegen aus. Die gefräßigen Huftiere bedrohen das Ökosystem des kleinen Eilands Pelorus im Great Barrier Reef (Queensland), weil sie seltene Regenwaldpflanzen fressen.

Die Wildhund-Rüden werden mit Ortungshalsbändern ausgestattet. Zudem werden ihnen Giftkapseln implantiert, welche die Tiere innerhalb von zwei Jahren töten sollen – damit die Hunde nicht selbst zur Bedrohung für die Insel würden, wie Ben Allen, Wildtier-Ökologe an der Universität von Southern Queensland ausführt. Die Kapseln seien der Plan, falls es nicht gelinge, die Dingos nach getaner Arbeit zu finden und zu erschießen. „Dann gehen diese kleinen Zeitbomben hoch.“ Zwei der in Australien heimischen Wildhunde wurden bereits auf dem Festland gefangen und auf Pelorus ausgesetzt. Zwei weitere sollen folgen. Zuvor hätten Ranger versucht, die Ziegen zu erschießen. Aber in dem unwegsamen Gelände vermehrten sich die Tiere zu schnell, die einst als Futter für den Leuchtturmwärter angesiedelt wurden. Dingos haben sich schon früher bei der Jagd auf Ziegen bewährt.

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erstellt am 24.Jul.2016 | 16:38 Uhr

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