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Panorama

11. Dezember 2016 | 03:19 Uhr

Verbraucherzentrale Schleswig-Holstein : Hund tot – Warnung vor Schneckenkorn

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Die Verbraucherzentrale rät zu Vorsicht beim Umgang mit dem Schnecken-Vernichter, der häufig das Gift Metaldehyd enthält.

Die Verbraucherzentrale Schleswig-Holstein warnt vor Gefahren durch Schneckenkorn für Hunde – und auch für Kleinkinder. Den Verbraucherschützern liegt ein Fall vor, bei dem ein Hund nach dem Verzehr des Schneckengifts gestorben ist, teilte die Einrichtung am Montag mit. Details konnte eine Sprecherin auf Anfrage nicht nennen.

Die Verbraucherzentrale rät zu Vorsicht beim Umgang mit dem Schnecken-Vernichter, der häufig das Gift Metaldehyd enthält. Besonders kritisch sehen die Verbraucherschützer, die oft „harmlos anmutenden Produkthinweise“. So werden Mittel gern als „schonend für Igel und andere Nützlinge“ bezeichnet. Zugesetzte Bitterstoffe stellten „offenbar keinen ausreichenden Schutz vor dem Fressen dar“ – neben Hunden seien auch Kleinkinder gefährdet.

Auch beim Giftnotruf der Berliner Charité sind Vergiftungs-Fälle bei Hunden bekannt. Allerdings müssten die Tiere schon eine „beträchtliche“ Menge des mit vier bis sechs Prozent relativ niedrig dosierten Metaldehyds einnehmen, sagte die klinische Toxologin Daniela Acquarone dem sh:z.

Für Kleinkinder habe das Verschlucken einzelner Kügelchen „keine oder nur leichte Vergiftungserscheinungen“ zur Folge. In dem Fall rät Acquarone, kleine Mengen stilles Wasser zu trinken und ein Giftinformationszentrum zu kontaktieren. Das Gift reize zunächst die Schleimhäute und führte zu Übelkeit und Erbrechen, innerhalb einiger Stunden könne es je nach Menge jedoch auch zu schwereren Symptomen wie Schläfrigkeit, Krampfanfällen und Atemproblemen kommen.

„Auf die Gefahren müsste durch Warnhinweise sehr viel deutlicher Hingewiesen werden“, fordert Gudrun Köster von der Verbraucherzentrale. Sie rät Verbrauchern, Kinder und Haustiere von ausgebrachtem Schneckenkorn fern zu halten.


Für Schleswig-Holstein ist das Giftinformationszentrum Nord zuständig: 0551-19240

 

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erstellt am 11.Jul.2016 | 19:37 Uhr

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