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Panorama

10. Dezember 2016 | 23:29 Uhr

Festnahmen in Strassburg und Marseille : Frankreich vereitelt erneuten Terroranschlag

vom

Sieben Männer wurden festgenommen. Der Straßburger Weihnachtsmarkt war wohl nicht im Visier der Verdächtigen.

Paris | Mit mehreren Festnahmen haben Sicherheitsbehörden in Frankreich nach Regierungsangaben einen weiteren Terroranschlag verhindert. Der Inlandsgeheimdienst habe eine terroristische Aktion vereiteln können, die seit langer Zeit geplant worden sei, sagte Innenminister Bernard Cazeneuve am Montag in Paris. Er ging dabei nicht näher auf die Anschlagspläne ein und verwies auf laufende Ermittlungen der Pariser Anti-Terror-Staatsanwaltschaft.

Die Angst vor dem Terror in Frankreich ist groß. Seit Anfang 2015 wurde das Land von einer Reihe islamistischer Anschläge getroffen. Nach den blutigen Attentaten am 13. November 2015 in Paris befindet sich das Land im Ausnahmezustand. Am 14. Juli diesen Jahres tötete ein Mann 86 Menschen in Nizza, als er mit einem Lastwagen in eine Menschenmenge fuhr. Seit Januar seien bei Anti-Terror-Ermittlungen 418 Menschen festgenommen worden, heißt es aus Ermittlerkreisen.

In der Nacht vom Samstag auf Sonntag wurden in Straßburg und Marseille sieben Personen festgenommen. Sie seien zwischen 29 und 37 Jahre alt und hätten französische, marokkanische und afghanische Nationalitäten. Die Operation sei das Ergebnis monatelanger Ermittlungen, bei denen Mitte Juni bereits fünf Menschen festgenommen wurden. Zwei von ihnen säßen inzwischen in Untersuchungshaft.

Der Straßburger Bürgermeister Roland Ries erklärte, dass der Terrorplan nicht dem Weihnachtsmarkt der Stadt am Rhein gegolten habe. Dies habe ihm Cazeneuve in einem Telefongespräch versichert, sagte Ries nach Angaben des Senders France Bleu Alsace auf einer Pressekonferenz. Der Weihnachtsmarkt in der Altstadt, der jährlich etwa zwei Millionen Besucher anzieht, soll am Freitag öffnen.

„Den Weihnachtsmarkt zu streichen hieße Zugeständnisse an Daesh (die Terrormiliz Islamischer Staat) zu machen“, sagte Ries. Der Weihnachtsmarkt von Straßburg werde einer der am besten gesichertsten Orte Frankreichs sein, versprach der Vorsitzende der Metropolregion, Robert Herrmann. Der zuständige Präfekt hatte Anfang des Monats gesagt, dass der Weihnachtsmarkt im Zweifel unterbrochen oder abgesagt werden könnte.

Schon einmal ist ein Attentat auf den Straßburger Weihnachtsmarkt verhindert worden. Im Dezember 2000 hatte eine algerische Gruppe einen Sprengstoffanschlag geplant.

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erstellt am 21.Nov.2016 | 12:58 Uhr

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