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Nach Initiative aus Flensburg : Flughafenbetreiber Fraport ohne konkrete Pläne für Landshut-Wrack

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Ein Flugzeug-Enthusiast will das geschichtsträchtige Wrack nach Flensburg holen. Initiativen will Fraport unterstützen.

Frankfurt/Fortaleza | Der Flughafenbetreiber Fraport hat noch keine Pläne mit dem im brasilianischen Fortaleza gestrandeten Wrack der früheren Lufthansa-Maschine „Landshut“. Das Unternehmen hatte am Vortag die Betriebs-Konzessionen ab 2018 für Flughäfen in Porto Alegre und Fortaleza ersteigert. Er wisse noch gar nicht, ob das Flugzeug dazu gehöre, sagte der Frankfurter Flughafenchef Stefan Schulte am Freitag.

Die damals neue Sondereinheit GSG-9 hatte im Oktober 1977 mit der Befreiung der über 80 Landshut-Geiseln im somalischen Mogadischu Geschichte geschrieben. Palästinensische Terroristen wollten mit der Aktion auf dem Höhepunkt des „Deutschen Herbstes“ inhaftierte Terroristen der Rote-Armee-Fraktion freipressen.

Seit 2008 steht die frühere Lufthansa-Maschine „Landshut“ flugunfähig in Fortaleza. Sie wechselte mehrfach den Besitzer und war zuletzt als Frachtflugzeug in Brasilien im Einsatz. Sollte es Initiativen zur Rückführung der Maschine geben, werde Fraport das gerne unterstützen, sagte Schulte.

Eine Idee für den Verbleib der Maschine kommt aus Flensburg: Luftfahrt-Enthusiast Thomas Liebelt möchte sie auf dem Flugplatz der Fördestadt zu einem begehbaren Museum machen.

Flensburgs Oberbürgermeisterin Simone Lange ist begeistert von der Idee. Zuvor jedoch müsste die Bundesregierung das Flugzeug kaufen und nach Deutschland bringen. Außenminister Gabriel kennt die Flensburger Initiative, die Fördestadt ist in der engeren Wahl bei der Suche nach einem Standort für die „Landshut“.

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erstellt am 17.Mär.2017 | 12:52 Uhr

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