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Panorama

08. Dezember 2016 | 03:15 Uhr

Keine Brandstiftung : Feuer unterm Dach beim Wiener Parlament

vom

Schwarze Rauchschwaden steigen vom Wiener Parlament auf. Die Feuerwehr ist schnell zur Stelle und kann Schlimmeres verhindern. Der Sachschaden beträgt rund 60 000 Euro.

Große Rauchsäule über Wien: In Österreichs Parlament hat es am Freitag gebrannt. Kurz nach Ausbruch des Feuers in der Hauptstadt hatten die Einsatzkräfte die Lage unter Kontrolle. Verletzte gab es nicht.

«Wir konnten den Brand noch in der ersten Phase stoppen», sagte ein Sprecher der Wiener Feuerwehr der Deutschen Presse-Agentur. Die Flammen waren nach neusten Erkenntnissen in einem Kühlturm des historischen Gebäudes ausgebrochen. Ein technischer Fehler dürfte in Kombination mit menschlichem Versagen Grund für die Flammen gewesen sein. Vorsätzliche Brandstiftung konnte die Polizei ausschließen. Der Sachschaden wird auf 60 000 Euro geschätzt.

Das Feuer am Wiener Ring war am Freitagmorgen gegen 6.30 Uhr ausgebrochen. Nur wenig später gingen zahlreiche Meldungen von besorgten Bürgern bei der Notrufstelle ein. Der schwarze Rauch war kilometerweit zu sehen. Über soziale Medien verbreiteten sich rasch Meldungen über einen Brand in der Wiener Innenstadt.

Die Feuerwehr rückte mit 17 Fahrzeugen und 70 Einsatzkräften aus. Der Brand musste von außen und von innen bekämpft werden. «Es herrschte Alarmstufe zwei», sagte ein Sprecher. Bereits zwei Stunden nach Ausbruch des Feuers wurden nur noch zehn Feuerwehrmänner vor Ort gebraucht. Die Einsatzkräfte stellten sicher, dass keine versteckten Glutnester neue Flammen auslösen könnten. Vermutlich setzte ein defekter Heizstab am Kühlturm gelagertes Baumaterial in Brand. Im Dachgeschoss gab es zuletzt Wartungsarbeiten, die in dieser Woche witterungsbedingt ausgesetzt waren.

Die wenigen Parlamentsmitarbeiter, die bei Ausbruch des Brandes bereits bei der Arbeit waren, wurden ins Freie in Sicherheit gebracht. Einige halfen den Feuerwehrmännern zuvor bei der Orientierung in dem verwinkelten Gebäude. Kurze Zeit später war das Hohe Haus wieder für alle offen. Die Präsidialsitzung am Vormittag fand wie geplant statt. Auch die kommende Nationalratssitzung nächste Woche sei nicht gefährdet, hieß es aus dem Parlament.

Die Sanierung des 130 Jahre alten Prunkgebäudes am Wiener Ring steht im kommenden Jahr an. Das Hohe Haus zieht dafür 2017 in die nahe Hofburg. 700 Arbeitsplätze sollen planmäßig für drei Jahre übersiedeln. Das Dachgeschoss des Parlaments wurde im Juni bereits als Schwerpunkt des Sanierungsprojekts genannt.

Parlament

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erstellt am 04.Nov.2016 | 17:01 Uhr

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