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Cleveland : Facebook-Mordvideo: Todesschütze tötet sich selbst

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Nach dem kaltblütigen Mord an einem Rentner in Cleveland im US-Bundesstaat Ohio ist der mutmaßliche Täter nach Angaben der Polizei tot.

Cleveland | Der mutmaßliche Facebook-Killer Steve Stephens ist am Dienstagmorgen im Bezirk Erie in Pennsylvania von Polizisten gesehen worden. Er habe sich nach einer kurzen Verfolgungsjagd selbst getötet, teilte die Polizei des Bundesstaates über den Kurznachrichtendienst Twitter mit. Stephens soll am Sonntag einen 74 Jahre alten Rentner getötet und ein Video der Tat bei Facebook veröffentlicht haben.

Es ist nicht die erste Gewalttat, die bei Facebook hochgeladen wurde. So wurde in Schweden im Januar eine Frau von drei Männern vergewaltigt. Die Täter streamten das Verbrechen live in dem sozialen Netzwerk. In den USA gab es einen ähnlichen Fall.

Das Motiv für den Facebook-Mord war zunächst unklar. Die Mutter des Verdächtigen sagte CNN, ihr Sohn sei „wütend auf seine Freundin“ gewesen und habe deshalb auf Menschen geschossen. Sie habe am Sonntag mit ihm gesprochen. Sie könne nicht glauben, was passiert sei.

Das Opfer war nach Angaben der Polizei auf dem Heimweg von einem Osteressen mit seinen Kindern, als der Mord geschah. Verschiedene Medien gaben den Inhalt des Videos wieder: Demnach fuhr Stephens rechts an den Straßenrand und forderte den Rentner auf, den Namen Joy Lane auszusprechen. „Joy Lane?“, habe dieser daraufhin gefragt. „Ja, sie ist der Grund für das, was Dir jetzt zustößt“, habe der mutmaßliche Täter geantwortet. Er fragte sein Opfer noch nach seinem Alter, dann drückte er ab, wie es weiter hieß.

Eine Frau mit dem Namen Joy Lane sagte dem Sender CBS, sie habe mit dem Verdächtigen über mehrere Jahre eine Beziehung gehabt. Es tue ihr leid, was passiert sei, schrieb sie in einer Kurzmitteilung an den Sender. „Steve ist wirklich ein netter Kerl. (...) Er war freundlich und liebenswürdig zu mir und meinen Kindern.“ Nach Angaben von Polizeichef Williams war die Frau in Sicherheit.

 

Facebook überprüfte nach dem Vorfall die Möglichkeiten zum Melden von Gewalt auf der Plattform. Das Online-Netzwerk habe das Profil des mutmaßlichen Täters 23 Minuten nach dem ersten Nutzer-Hinweis auf das Video mit dem Todesschuss gesperrt, schrieb Facebook-Manager Justin Osofsky in einem Blogeintrag in der Nacht zum Dienstag. Allerdings war es damit gut zwei Stunden online. Ein rascher Hinweis auf ein zweites Video, bei dem der Verdächtige live auf Facebook weitere Morde gestand, hatte zunächst keine Sperre ausgelöst. Die Polizei hatte nach eigenen Angaben keine Hinweise auf weitere Opfer.

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erstellt am 18.Apr.2017 | 15:56 Uhr

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