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Panorama

10. Dezember 2016 | 09:57 Uhr

Tote Joggerin : Ermordete Studentin in Freiburg: Suchhund führt Polizei in Hörsaal 

vom

Die Polizei schickte routinemäßig einen Suchhund los. Der fand eine Fährte - und führte die Ermittler zur Universität.

Freiburg | Auf der Suche nach dem Mörder einer 19 Jahre alten Studentin in Freiburg hat ein Suchhund der Polizei Fährte aufgenommen und die Beamten in einen Hörsaal der Universität geführt. Dort saßen in einer Vorlesung im Studiengang Biochemie am Freitag weit mehr als 100 Studenten, wie die Polizei nach der Aktion mitteilte. Deren Personalien nahm die Polizei auf. Fast alle der etwa 100 männlichen Studenten erklärten sich den Angaben zufolge zu einer freiwilligen DNA-Erhebung bereit. Die so gewonnenen Spuren würden nun ausgewertet.

In der Region um Freiburg geht die Angst vor einem Serienkiller um. Außer der toten Joggerin war Mitte Oktober bereits die Leiche einer 19-Jährigen gefunden worden.

Mitte Oktober war die Medizinstudentin aus dem Enzkreis vergewaltigt und getötet worden. Sie war nachts mit dem Fahrrad unterwegs von einer Studenten-Party nach Hause, als sie am Uferweg des Flusses Dreisam Opfer des Verbrechens wurde. Der Täter ist unbekannt.

Die Polizei hatte am Freitag den Angaben zufolge routinemäßig einen Suchhund vom Tatort aus losgeschickt. Dieser nahm eine Fährte auf und lief in den Hörsaal, in dem gerade eine Vorlesung zur Biochemie stattfand. Ob diese Spur nun weiterführt, ist noch unklar. Wie die Süddeutsche Zeitung berichtet, hätten sich fast alle der knapp 100 anwesenden Männer freiwillig bereiterklärt, eine Speichelprobe abzugeben. Diese Spuren würden nun ausgewertet.

Die Polizei hatte an der Leiche der Frau und an einem Fahrrad unweit des Tatorts männliche Körperspuren gefunden. Sie konnten bislang aber niemandem zugeordnet werden.

In Endingen bei Freiburg war Anfang November eine 27-jährige Joggerin von einem Unbekannten vergewaltigt und ermordet worden. Die Polizei prüft einen möglichen Zusammenhang beider Taten, hat aber bislang keinen konkreten Hinweis. Ausschließen kann sie diesen aber nicht.

In beiden Fällen fehlt den Ermittlern eine heiße Spur, sie bitten um Hinweise. In dem Freiburger Fall sind 6000 Euro Belohnung ausgesetzt. Angaben können über das Internet auch anonym mitgeteilt werden. In den zwei Fällen ermitteln zwei Sonderkommissionen der Freiburger Polizei mit zusammen 80 Beamten.

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