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Panorama

10. Dezember 2016 | 19:34 Uhr

Model S : Ermittler: Tesla-Auto fuhr bei tödlichem Unfall zu schnell

vom

Nach dem ersten tödlichen Unfall mit einem sich selbst steuernden Auto hat die Ermittlingsbehörde NTSB einen vorläufigen Bericht vorgelegt.

Beim ersten tödlichen Unfall mit einem vom Computer gesteuerten Auto fuhr das Unglückswagen des Elektroauto-Herstellers Tesla schneller als erlaubt. Der Wagen habe nach Daten aus dem Fahrzeug eine Geschwindigkeit von rund 119 Kilometern pro Stunde gehabt, teilte die Ermittlungsbehörde NTSB in einem ersten vorläufigen Bericht mit. Erlaubt waren auf dem Abschnitt rund 105 Kilometer pro Stunde.

Foto: dpa Infografik
 

Das Auto war Anfang Mai ungebremst unter einen Lastwagen-Anhänger gefahren, der abbog und die Fahrbahn überquerte. Das Fahrassistenz-System „Autopilot“, das Tempo und Spur halten sowie Frontal-Kollisionen vermeiden soll, war eingeschaltet. Nach bisherigen Angaben von Tesla hielt es aber die weiße Seite des Anhängers vermutlich für ein hochhängendes Autobahnschild. Es kann noch rund ein Jahr dauern, bis die NTSB ihre Ermittlungen zur Unfallursache abschließt.

Was kann der Autopilot von Tesla – und was nicht?

Der Name „Autopilot“ verspricht bei Teslas Fahrassistenz-Funktion zumindest bisher noch etwas mehr, als das System halten kann. Denn im Gegensatz zum Autopiloten im Flugzeug soll die Technik nicht komplett die Kontrolle übernehmen. Laut Tesla selbst hält das System im Autobahn-Verkehr Geschwindigkeit und Abstand, dazu beschleunigt und bremst es selbst.

Außerdem kann der „Autopilot“ in einer Spur bleiben und sie auch wechseln, wenn der Blinker betätigt wird. Ebenfalls enthalten ist automatisches Einparken. Zudem warnt die Technik den Fahrer bei der Gefahr eines Seitenaufpralls und versucht auch selbst, Kollisionen auszuweichen. Es gibt einige Internet-Videos, in denen der Autopilot einen Zusammenstoß erfolgreich verhindert.

Das System greift Tesla zufolge auf eine Kombination aus Kameras sowie Radar- und Ultraschall-Sensoren zurück, um die Umgebung zu erkennen. Angesichts dieser diversen Datenquellen dürfte noch die Frage geklärt werden müssen, wie es dazu kommen konnte, dass der Wagen im aktuellen Fall einen Lastwagen-Anhänger nicht erkannte. Für Kameras könnte das weiße Fahrzeug vor dem Hintergrund eines hell ausgeleuchteten Himmels eine Herausforderung sein, für den Radar eigentlich nicht.

 

Unabhängig von den Ermittlungen wurde am Dienstag bekannt, dass Tesla und die israelische Firma MobilEye, die Technologie für selbstfahrende Autos entwickelt, ihre Zusammenarbeit auslaufen lassen werden. MobilEye hatte nach dem Unfall betont, dass aktuell von Tesla eingesetzte Technik des Unternehmens dabei keine Rolle gespielt habe.

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erstellt am 27.Jul.2016 | 08:17 Uhr

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