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Panorama

05. Dezember 2016 | 03:29 Uhr

Berliner Tierpark : Eisbärenbaby soll Pfleger-Besuch bekommen

vom

Vor rund zwei Wochen wurden im Berliner Tierpark zwei kleine Eisbären geboren. Einer ist wahrscheinlich gestorben. Wie es dem verbliebenen Tier und seiner Mutter geht, könnten Pfleger demnächst aus nächster Nähe beobachten.

Der Eisbärin Tonja und ihrem Baby im Berliner Tierpark steht der erste Besuch bevor. «Wir wollen Mitte oder Ende nächster Woche gern Pfleger in der Wurfbox nach dem Rechten sehen lassen», sagte Zoo- und Tierpark-Sprecherin Christiane Reiss der Deutschen Presse-Agentur.

Die Pfleger wollten ganz behutsam vorgehen: Erst einmal aufschließen und dabei via Überwachungskamera beobachten, wie die seit Wochen in dem Stall abgeschottete Tonja reagiert. «Wenn sie nervös wird, lassen wir sie noch länger in Ruhe», sagte Reiss.

Tonja hatte sich im Oktober in die Wurfbox zurückgezogen und am 3. November erstmals Nachwuchs bekommen: Zwillinge. Eines der Jungen ist aber seit mehr als einer Woche nicht mehr auf den Kamerabildern zu sehen. Es ist höchstwahrscheinlich gestorben. Die Ursache ist unklar - es kann zum Beispiel krank geworden sein. Aus hygienischen Gründen und zum Schutz vor Feinden fressen Eisbärinnen in solchen Fällen den Kadaver auf. Ohnehin überlebt nur etwa jedes zweite Eisbärenbaby in Zoos, insbesondere die ersten beiden Wochen gelten als kritisch.

Die hat das verbliebene Baby seit Donnerstag hinter sich. Die Lage sei unverändert, sagte Reiss. «Tonja geht jetzt öfters mal nach nebenan, um zu trinken.» Die selbst noch relativ junge Eisbärin traue ihrem - oder ihrer - Kleinen zu, kurz allein zu sein. Das Geschlecht des Nachwuchses ist noch unklar. «Tonja versorgt ihn oder sie aber nach wie vor», sagte Reiss. Wenn die Pfleger die Wurfhöhle betreten, werden sie Tonja auch etwas Futter anbieten. Normalerweise schaffen es Eisbärinnen nur mit ihren Fettreserven über den Winter.

Falls Tonja den Besuch der Pfleger zulässt, könnten diese wohl auch etwas sehr, sehr Begehrtes mitbringen: die ersten richtigen Fotos des kleinen Eisbären. Bislang konnte der Tierpark nur recht unscharfe Aufnahmen der Überwachungskamera aus der Vogelperspektive zeigen. Denn jegliche Unruhe im Umfeld der jungen Eisbärenfamilie wäre in der ersten Zeit ein Zusatzrisiko gewesen.

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erstellt am 19.Nov.2016 | 11:19 Uhr

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