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Panorama

08. Dezember 2016 | 05:19 Uhr

Blutiges Wochenende in Syrien : Bomben und unbekannte Kampfjets: Dutzende Zivilisten tot

vom

Mindestens fünf Kinder sind den schweren Anschlägen in Syrien zum Opfer gefallen.

Bei Angriffen von Kampfjets im Nordwesten Syriens sind mindestens 27 Zivilisten in Rebellengebieten ums Leben gekommen. Unter den Toten der Bombardements in der Provinz Idlib am Sonntag seien auch mindestens fünf Kinder, berichtete die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte. Dutzende weitere Menschen seien verletzt worden.

Der IS hat im Norden und Osten Syriens sowie im Westen des Iraks ein Kalifat ausgerufen. Nach spektakulären Anfangserfolgen steht der selbst ernannte Gottesstaat jetzt militärisch stark unter Druck.

Unter den Zielen der Angriffe, deren Herkunft zunächst unklar blieb, sei auch ein Markt in der gleichnamigen Provinzhauptstadt und die Stadt Maret al-Numan im Süden der Region gewesen. In Idlib kämpfen verschiedene Rebellengruppen, unter ihnen größtenteils Islamisten. Auch der syrische Ableger des Terrornetzwerkes Al-Kaida, die Al-Nusra-Front, ist in Idlib präsent.

Bereits am Samstag töteten zwei Selbstmordattentäter bei einem Anschlag in einem schiitisch geprägten Vorort von Damaskus mindestens 20 Menschen. Mehr als 20 weitere Personen seien bei den Explosionen in dem Vorort Sajeda Seinab verletzt worden, erklärte die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte. Unter den Toten seien neben den beiden Attentätern 13 Zivilisten und sieben Regimekämpfer. Die sunnitische Terrormiliz Islamischer Staat (IS) bekannte sich zu der Tat.

In Nordsyrien versuchen IS-Truppen, einen Belagerungsring kurdisch geführter Truppen um die von ihnen gehaltene Stadt Manbidsch zu durchbrechen. Dabei starben bis Sonntag den Menschenrechtlern zufolge Dutzende Islamisten. Mit der Einkesselung der Stadt hatten die Kurden am Freitag auch die wichtigste Nachschubroute der Terrormiliz aus der Türkei gekappt.

Angesichts des andauernden Konflikts in Syrien will Argentinien bis zu 3000 Flüchtlinge aus dem Kriegsland aufnehmen. Das sagte Kabinettschef Marcos Peña am Samstag der Zeitung „Clarín“. Dem Flüchtlingskommissariat der Vereinten Nationen zufolge haben bislang fast fünf Millionen Syrer Schutz in anderen Ländern gesucht - die meisten in Ägypten, dem Irak, Jordanien und dem Libanon.

Der Chef des Terrornetzwerkes Al-Kaida, Aiman al-Sawahiri, schwor dem neuen afghanischen Talibanchef Mullah Haibatullah Achundsada die Treue. In einer Audiobotschaft erneuerte er den Schwur der Al-Kaida aus den 90er Jahren. Die Botschaft konnte zunächst nicht unabhängig auf Echtheit überprüft werden. Nur vier Tage nach der Tötung des alten Talibanchefs Mullah Mansur bei einem US-Drohnengriff war dessen Stellvertreter Achundsada am 25. Mai zum neuen Anführer gewählt worden.

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erstellt am 12.Jun.2016 | 18:48 Uhr

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