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Panorama

08. Dezember 2016 | 05:10 Uhr

Sinaloa-Kartell in Mexiko : Bewaffnetes Kommando entführt Sohn von Drogenboss „El Chapo“

vom

Die Entführer könnten der Jalisco Nueva Generación angehören – einst Verbündete des Sinaloa-Kartells.

Puerto Vallarta | Ein bewaffnetes Kommando hat in Mexiko einen Sohn des inhaftierten Drogenbosses Joaquín „El Chapo“ Guzmán entführt. Jesús Alfredo Guzmán Salazar sei unter denen, die am frühen Montagmorgen aus einem Restaurant im Badeort Puerto Vallarta verschleppt worden waren, teilte die Staatsanwaltschaft am Dienstag mit. „El Chapo“, der Chef des Sinaloa-Kartells, war nach einem spektakulären Gefängnisausbruch im Januar erneut verhaftet worden und wartet derzeit auf seine Auslieferung in die USA.

Der Fall des Drogenbarons Joaquín „El Chapo“ Guzmán stieß auf ein großes internationales Echo. Der Kartell-Chef sorgte mit seinem spektakulären Ausbruch im Juli 2015 - bei dem er Helfer hatte - für Aufsehen. Seine erneute Verhaftung im Januar 2016 wird als harter Schlag gegen die Unterwelt gesehen.

Gegen Jesús Alfredo Guzmán liegt eine Anklage wegen Drogenhandels in den USA vor. Gemeinsam mit seinem Bruder Ivan Archivaldo Guzmán Salazar hatte er eine Schlüsselposition in dem Kartell inne.

In der Nacht zum Montag hatten Unbekannte das Restaurant „La Leche“ in Puerto Vallarta an der Pazifikküste gestürmt und sechs Menschen entführt. Neun Frauen ließen die Täter gehen, die Männer verschleppten sie. In den zurückgelassenen Autos fanden die Ermittler Hinweise auf die Identität der Entführten.

Staatsanwalt Eduardo Almaguer sagte, bei den Opfern handele es sich um Mitglieder des Sinaloa-Kartells. Die Tat stehe offenbar im Zusammenhang mit Verteilungskämpfen in der Unterwelt. Alles deute darauf hin, dass die Täter zum Cártel Jalisco Nueva Generación gehörten, sagte der Chefermittler.

Die Gruppe und das Sinaloa-Kartell waren einst verbündet, zuletzt mehrten sich jedoch Hinweise auf einen Bruch der Allianz. Das Kartell Jalisco Nueva Generación hat seinen Einfluss zuletzt erheblich ausgebaut und gehört mittlerweile zu den mächtigsten Verbrecherbanden des Landes.

Puerto Vallarta im Bundesstaat Jalisco an der Pazifikküste ist ein beliebtes Urlaubsziel von Mexikanern und Ausländern. In den 1960er Jahren war die Stadt beim internationalen Jetset beliebt.

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erstellt am 17.Aug.2016 | 08:04 Uhr

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