zur Navigation springen

Panorama

10. Dezember 2016 | 21:43 Uhr

Neu Wulmstorf in Niedersachen : Bei Hamburg: Bombendrohung gegen Fleisch-Betrieb

vom

Ein unbekannter Anrufer kündigte eine Bombenexplosion an. Der Betrieb wurde evakuiert.

Neu Wulmstorf | Gegen den Fleisch-Betrieb „Schwarz Cranz“ im niedersächsischen Neu Wulmstorf bei Hamburg hat es am Mittwochmorgen eine Bombendrohung gegeben. Darüber berichteten unter anderem das Hamburger Abendblatt und die Hamburger Morgenpost. Unbekannte hatten demnach per Telefon eine Bombenexplosion angekündigt. Der Betrieb wurde evakuiert. Nach mehrstündiger Suche konnte die Polizei Entwarnung geben: Es wurde keine Bombe gefunden.

Über „Schwarz Cranz“ wurde zuletzt häufiger in den Medien berichtet. Grund sind die Arbeitsbedingungen bei der Fleischerei, über die sich rumänische und bulgarischer Arbeiter beklagt hatten. Sie waren über einen Personalvermitteldienst zu „Schwarz Cranz“ gekommen. Im Zuge der Proteste kam es sogar zu Handgreiflichkeiten. Das Unternehmen zählt nach eigenen Angaben etwa 500 Mitarbeiter.

Gegen 6.30 Uhr am Mittwochmorgen soll der Drohanruf bei der Schlachterei eingegangen sein. Daraufhin wurde die Polizei verständigt. Von einer „akuten Gefährdungssituation“ sprach ein Polizeisprecher. Mehr wurde zunächst nicht bekannt.

Feuerwehr und Polizei waren mit rund 40 Einsatzkräften vor Ort. Die Arbeit bei „Schwarz Cranz“ wurde eingestellt und der Betrieb weiträumig abgesperrt, auch die Straße zum Firmengelände wurde komplett gesperrt. Zur Unterstützung der Suche waren Sprengstoff-Spezialisten aus Hannover, sogenannte Delaborierer, angerückt.

Mit mehreren Sprengstoffhunden soll das Firmengelände abgesucht worden sein. Danach hätten die Spezialisten von der Polizei entschieden, weitere Spezialkräfte zu alarmieren, berichtet die Hamburger Morgenpost. Ein Bombenräumkommando sei angerückt und habe das Gelände evakuiert.

Etwa 300 Mitarbeiter sollen von der Evakuierung betroffen gewesen sein. Sie wurden zunächst in benachbarte Firmengebäude in dem Industriegebiet gebracht. Mit Bussen wurden sie anschließend zu einem nahegelegen Schulzentrum transportiert und dort in einer Turnhalle untergebracht.

Gegen 13 Uhr konnte der Betrieb wieder aufgenommen werden. „Es wurden keinerlei verdächtige Gegenstände gefunden, die die Gefährdungssituation belegt hätten“, hieß es von der Polizei.

Die Polizei habe ein Verfahren wegen Bedrohung und Störung des öffentlichen Friedens durch Androhung von Straftaten eingeleitet, berichtet das Hamburger Abendblatt. Die Identität des Anrufers sollte ermittelt werden.

Blaulichtmonitor

Was ist der Blaulichtmonitor?

 
zur Startseite

von
erstellt am 12.Okt.2016 | 14:40 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen