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Panorama

05. Dezember 2016 | 21:43 Uhr

Prozess nach Zugunglück : Bad Aibling: Fahrdienstleiter legt Geständnis ab

vom

Fünf Monate haben sich die Staatsanwälte Zeit genommen, um zu ermitteln. Dem 40-Jährigen wird fahrlässige Tötung vorgeworfen.

Traunstein | Im Prozess um das Zugunglück von Bad Aibling hat der angeklagte Fahrdienstleiter ein Geständnis abgelegt. Unter großem Medieninteresse hatte am Donnerstag vor dem Landgericht Traunstein (Oberbayern) der Prozess begonnen. Bei dem Unglück starbenzwölf Menschen. Dem Fahrdienstleiter wird fahrlässige Tötung vorgeworfen.

Der Bahnmitarbeiter soll Signale falsch gestellt und bis kurz vor dem Frontalzusammenstoß der beiden Züge ein Fantasy-Rollenspiel auf seinem Smartphone gespielt haben.  Dem widersprach er vor Gericht nicht. Seine Anwälte verlasen sein Geständnis.

Der 40-Jährige erschien mit verschränkten Armen im Gerichtssaal. Sein Gesicht verdeckte er nicht, als er ein minutenlanges Blitzlichtgewitter der Fotografen über sich ergehen ließ.

Rettungskräfte an der Unfallstelle des Zugunglücks von Bad Aibling: Zwölf Menschen starben.  /Archiv
Rettungskräfte an der Unfallstelle des Zugunglücks von Bad Aibling: Zwölf Menschen starben.  /Archiv Foto: Josef Reisner
 

Nach Überzeugung der Staatsanwaltschaft beging der Fahrdienstleiter einen folgenschweren Fehler und schickte zwei Züge auf die eingleisige Strecke. Das Urteil soll am 5. Dezember verkündet werden. Die Höchststrafe für fahrlässige Tötung beträgt fünf Jahre.

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erstellt am 10.Nov.2016 | 10:08 Uhr

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