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Panorama

09. Dezember 2016 | 03:00 Uhr

Erstflug bei London : Airlander 10: Jungfernflug für den „fliegenden Hintern“

vom

Der Airlander 10 ist größer als ein Airbus A380, kann drei Wochen in der Luft bleiben und braucht keine Landebahn.

Cardington | Es ist teils Luftschiff, Helikopter und Flugzeug aber vor allem eins: groß. In dieser Woche absolvierte das Fluggerät Airlander 10 seinen zwanzigminütigen Erstflug auf dem Cardington-Flughafen nördlich von London (Großbritannien).

Der 93 Meter lange, 26 Meter hohe und 43,5 Meter breite Airlander 10 kann vertikal abheben und landen, 50 Passagiere befördern und unbemannt sogar sagenhafte drei Wochen in der Luft bleiben (bemannt fünf Tage). Die mit 38.000 Kubikmetern Helium gefüllte Carbonfaser-Hülle bringt es durch vier Dieselmotoren auf einen Topspeed von knapp 150 km/h. Zehn Tonnen Nutzlast lassen sich zusätzlich transportieren. Im Inneren gibt es keine feste Struktur, Auftrieb erhält das Luftschiff durch seine aerodynamische Form und das Helium. Landen kann der Airlander 10 fast auf jeder Oberfläche, egal ob Wasser, Sand oder Eis. Spitzname des neuen Superfliegers: „Flying Bum“ (fliegender Hintern).

Gebaut wurde Airlander 10 von der britischen Firma „Hybrid Air Vehicles“. Ursprünglich wurde das Luftschiff für das US-Militär designt und sollte der Luftraumüberwachung dienen. Aufgrund von Einsparungen wurde das Projekt auf Eis gelegt. „Hybrid Air Vehicles“ startete daraufhin Crowdfunding-Kamapgnen und sammelte 3,4 Millionen britische Pfund ein, um das Projekt doch zu realisieren. Unterstützt wurde das Projekt auch durch die EU und die britische Regierung. Der Wert des Modells: knapp eine Milliarde Euro.

Das Luftschiff könnte künftig Kommunikations-Equipment oder andere Fracht transportieren, für Rettungs- und Suchmissionen eingesetzt werden sowie für die kommerzielle oder militärische Untersuchungen genutzt werden. Dafür bietet Airlander 10 eine Reichweite von 2500 Kilometern und kann auf einer Flughöhe von 6000 Metern operieren.

Nicht zuletzt seiner Form wegen wurde das Flugobjekt schon Ziel für Satire. Allen voran zu Reality-TV-Sternchen Kim Kardashian wird im Netz eine Verbindung hergestellt. Die 35-Jährige ist für ihren Allerwertesten bekannt.

 
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erstellt am 18.Aug.2016 | 12:23 Uhr

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