zur Navigation springen

Panorama

07. Dezember 2016 | 13:39 Uhr

Mehr als 50 Verletzte : 19 Tote bei Zugunglück an Bahnstation in Pakistan

vom

Britische Kolonialherren hinterließen Pakistan Tausende Kilometer Bahntrassen. Heute ist das System veraltet. Bei einem schweren Zugunglück sind wieder viele Menschen gestorben.

Bei einem schweren Zugunglück in Pakistan sind mindestens 19 Menschen ums Leben gekommen. In der Millionenmetropole Karachi war ein Zug auf einen in einer belebten Bahnstation stehenden Zug aufgefahren.

Mehr als 50 Menschen seien verletzt worden, sagte Verkehrsminister Saad Rafiq heute in einer Pressekonferenz. Die meisten hätten Kopfverletzungen und Knochenbrüche, sagte eine Ärztin vom größten Krankenhaus der Stadt.

Fernsehberichte zeigten schwer verbeulte und aufgerissene Waggons inmitten von Menschenmassen an Karachis Landi-Station. Mindestens zwei Wagen waren entgleist. Saad Rafiq sagte, das Signalsystem habe funktioniert. Vermutlich habe der Führer des einfahrenden Zuges nicht aufgepasst. Es werde eine Untersuchung geben. Die Zeitung «Dawn» berichtete dagegen unter Berufung auf einen Regierungsbeamten, dass dem Zug versehentlich das Signal zur Weiterfahrt gegeben worden sei.

Aufgrund des maroden Bahnsystems sind Zugunglücke in Pakistan keine Seltenheit. Zuletzt waren im September vier Menschen getötet und rund 100 verletzt worden, als nahe der ostpakistanischen Stadt Multan zwei Züge zusammenstießen.

Die britischen Kolonialherren haben in Pakistan Tausende Kilometer Trassen hinterlassen. «Aber heute sind sie veraltet und machen Probleme», sagte ein Verkehrsbeamter der Deutschen Presse-Agentur. Außerdem seien Bahnübergänge nicht gesichert. Im vergangenen Jahr seien bei Zugunglücken 69 Menschen gestorben.

Als Teil eines milliardenschweren Wirtschaftsprojekts mit China sollen viele der Strecken erneuert werden.

Dawn-Bericht

zur Startseite

von
erstellt am 03.Nov.2016 | 09:44 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Themen zu diesem Artikel:

Diskutieren Sie mit.

Die Kommentare wurden für diesen Artikel deaktiviert