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Netzwelt

09. Dezember 2016 | 08:50 Uhr

Fligges Netzwelt : Wie es ist, mit der Titanic unterzugehen

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Entwickler zeigen in einer 3D-Animation den beklemmenden Untergang des Schiffes in Echtzeit.

Haben Sie zwei Stunden und 40 Minuten Zeit? Die sollten Sie sich schon nehmen, wenn Sie einem historischen Ereignis beiwohnen wollen: dem Untergang der Titanic. Und damit ist nicht der Untergang gemeint, an dessen Ende Leonardo DiCaprio im eiskalten Nordatlantik stirbt. Eine kleine Gruppe von Entwicklern hat die Tragödie in Pixeln festgehalten. Eine echte Fleißarbeit. 161 Minuten lang blickt man auf die Tragödie, die sich am 15. April 1912 abspielte.

Die 3D-Animation reicht von der ersten Sichtung eines Eisbergs bis zu dem Moment, an dem auch das letzte Stück des Kreuzfahrtschiffes unter der dunklen Wasseroberfläche verschwindet – in Hochauflösung. Der alte Spielfilm mit DiCaprio packt allerlei Handlung und die zu den bekanntesten Liebesgeschichten gehörende Romanze zwischen Jack und Rose in 194 Minuten. Das ist deutlich kurzweiliger, aber nicht weniger beklemmend als die Animation. Jetzt habe ich jedenfalls ein ungefähres Wissen davon, wie es sich angefühlt haben muss, knapp zwei Stunden auf den Tod zu warten.

Und mit Wissen kann man immer glänzen. Dass das auch mit weniger populären Fachgebieten geht, hat Kanadas Prime Minister Justin Trudeau vergangene Woche unter Beweis gestellt. Als Trudeau in Waterloo eine Millionenförderung für die Forschung ankündigte, begann ein Journalist seine Frage scherzhaft damit, dass er das Staatsoberhaupt eigentlich fragen wollte, was Quantencomputer sind. Aber wer versteht schon etwas von Quantencomputern. Doch bevor der Journalist unter dem Gelächter der Anwesenden seine eigentliche Frage stellen kann, legt Trudeau los. In knapp einer Minute bringt er das Wesentliche dieser Technologie auf den Punkt und erntet stehende Ovationen. Hätten Sie es gewusst? Es lohnt sich eben doch, sich die Zeit zu nehmen, um Dinge zu verstehen.

Der Titanic-Untergang in Echtzeit:

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erstellt am 20.Apr.2016 | 18:53 Uhr

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