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Netzwelt

03. Dezember 2016 | 20:52 Uhr

Neue Nutzungsbedingungen : Whatsapp und Facebook teilen Daten: Was Sie jetzt wissen müssen

vom

Facebook hat vor zwei Jahren Whatsapp übernommen – und nun sollen Daten geteilt werden. Fragen und Antworten.

Mountain View | Nahezu zwei Jahre nach der über 20 Milliarden Dollar teuren Übernahme von WhatsApp will Facebook die Dienste enger miteinander verzahnen. Künftig sollen die Telefonnummer des WhatsApp-Nutzers sowie Informationen dazu, wie häufig der Kurzmitteilungsdienst genutzt wird, an Facebook weitergegeben werden. Das kündigte Whatsapp im eigenen Blog an.

WhatsApp bekommt neue Nutzungsbedingungen und Datenschutz-Richtlinien. Was sich zunächst nach langweiligen AGB anhört, hat jedoch weitreichende Auswirkungen.

Details dazu in Fragen und Antworten:

Auf welche Informationen von WhatsApp-Nutzern wird Facebook künftig zugreifen können?

Nachdem bei der Übernahme durch Facebook 2014 vereinbart wurde, die Daten getrennt zu lassen, macht WhatsApp nun einen vorsichtigen Schritt. Facebook soll die Telefon-Nummer des Nutzers bekommen sowie Informationen dazu, wann er bei dem Dienst aktiv war.

Was will Facebook mit den Daten?

Es heißt, damit solle die Werbung bei Facebook besser personalisiert werden. Zum anderen solle innerhalb der Facebook-Gruppe auch ein Dienst wie die Fotoplattform Instagram WhatsApp-Daten nutzen können, um Nutzer zum Folgen vorzuschlagen.

WhatsApp selbst bleibt aber werbefrei?

Ja, daran soll sich nichts ändern, wie Gründer Jan Koum schon oft zugesichert hatte.

Bekommt Facebook auch Zugriff auf den Inhalt der Kurzmitteilungen?

Nein, versichert WhatsApp. Die Inhalte seien seit Einführung der Ende-zu-Ende-Verschlüsselung im Frühjahr nur für die beteiligten Nutzer selbst sichtbar, also selbst nicht für WhatsApp.

Was ist mit anderen Daten wie Profilnamen?

WhatsApp erklärt, man habe „im Moment“ nicht vor, sogenannte optionale Account-Informationen wie zum Beispiel Profilnamen, Profilfoto oder Statusmeldung mit Facebook zu teilen.

Muss man dieser Änderung der Nutzungsbedingungen zwangsläufig zustimmen, um WhatsApp weiternutzen zu können?

Wer am 25. August bereits bestehender WhatsApp-Nutzer ist, könne Facebook verbieten, die Profilinformationen zur Personalisierung der Werbung und Freunde-Vorschläge einzusetzen, heißt es. Die Telefonnummer und Daten zur Nutzung würden aber in jedem Fall mit Facebook geteilt.

Laut chip.de kann man der Datenweitergabe im Menü unter „Einstellungen“ und „Account“ widersprechen. Dieser Punkt ist aber noch nicht bei allen Nutzern verfügbar.

Was verrät eine Handynummer überhaupt?

Mit der Telefonnummer können Profile eindeutig einer bestimmten Person zugeordnet werden. Zugleich macht sie es einfacher, für die Sicherheit bei Online-Diensten zu sorgen, weil über sie zum Beispiel eine Zwei-Stufen-Authentifizierung laufen kann.

Was ändert sich sonst noch?

WhatsApp schafft erste Grundlagen für die geplante Öffnung des Dienstes für die Kommunikation zwischen Nutzern und Unternehmen. Dabei gehe es etwa um Informationen zu Bestellungen oder Versand-Benachrichtigungen. „So kannst du zum Beispiel Informationen zum Flugstatus für eine bevorstehende Reise, einen Zahlungsbeleg für etwas, das du gekauft hast, oder eine Benachrichtigung bezüglich eines Liefertermins erhalten.“ WhatsApp machte bisher keine Angaben dazu, wie der Service konkret aussehen soll.

 
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erstellt am 25.Aug.2016 | 15:58 Uhr

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