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Netzwelt

05. Dezember 2016 | 01:34 Uhr

Fligges Netzwelt : Welche Realität darf’s denn sein?

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Virtual und Augmented Reality konkurrieren um die Gunst der Nutzer: Am besten, wir kombinieren sie.

Es ist mal wieder Zeit, die zwei großen Reizwörter aus der Technik-Szene hervorzuholen. Denn wenn sich die Journalistin und ZDF-„Morgenmagazin“-Moderatorin Dunja Hayali vor laufender Kamera eine 3D-Brille aufsetzt, muss das Thema virtuelle Realität (VR) irgendwie im Mainstream angekommen sein. Für die erste Folge des heute neu aufgelegten „Donnerstalks“ im ZDF hat sich die 42-Jährige ohne Pause 24 Stunden lang mit einer VR-Brille in der virtuellen Welt aufgehalten. Von Bowling über Zombie-Shooter bis hin zum Porno war alles dabei, was die Technologie heute möglich macht – und der Moderatorin hat’s gefallen, wie sie in Interviews verrät.

Dabei scheint sich die große Aufregung um die virtuelle Realität längst wieder gelegt zu haben. Schafft es doch derzeit eine ähnliche Technologie, 90 Prozent der Jugendlichen wirklich in den Bann zu ziehen: Augmented Reality. Das zweite große Reizwort der Techszene beschreibt, wie unsere Lebenswelt digital aufgepeppt wird. Klingt kompliziert, aber seit der Smartphone-App „Pokémon Go“ haben selbst entnervte Eltern eine Vorstellung davon: Die Umgebung wird digital erweitert – zum Beispiel durch die kleinen Taschenmonster, die sich nur über das Smartphone erspähen lassen. Ausgereift ist das trotz des großen Erfolgs nicht, denn Nutzer dieser Technologie kleben wie gebannt an ihren Smartphones. Wirklich eintauchen kann man in eine neue Realität so nicht.

Richtig spannend wird es, wenn wir so weit sind, beide Technologien zusammenzuführen: Das intensive Erlebnis der virtuellen Realität kombiniert mit der tatsächlichen Welt. So könnte man mit einer VR-Brille auf der Nase in einem Go Kart auf einer echten Strecke Super Mario spielen. Oder man erlebt in den Straßen Kiels in einer Simulation die Nachkriegszeit eins zu eins nach. Microsoft arbeitet mit seiner „HoloLens“ bereits an diesen Nerd-Träumen und verspricht sich davon sehr viel – auch wenn Bill Gates jüngst zugeben musste, dass er „Pokémon Go“ noch nicht getestet hat.

 

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erstellt am 28.Jul.2016 | 17:12 Uhr

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