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Netzwelt

10. Dezember 2016 | 12:00 Uhr

Maas' Netzwelt : Was Dreck auf Smartphone-Displays verrät

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

„Zeige mir dein Smartphone, und ich sage dir, wer du bist“: Forscher finden Bier-Moleküle auf Handys.

Das Smartphone verrät Wissenschaftlern viel über unseren Lebensstil. Und ich meine damit nicht die Apps auf dem Gerät, die Anrufe und das Tracking. Das wissen wir seit Jahren. Dass Smartphones Bakterienschleudern sind, auch. Manche Studien behaupten ja sogar, dass sich auf einem Smartphone mehr Bakterien tummeln als auf einer öffentlichen Toilette.

Wissenschaftler der Universität San Diego in Kalifornien haben allerdings jetzt die Oberfläche von Smartphones genauer untersucht – nicht nur nach Bakterien, sondern nach Molekülen. Wir wischen mit fettigen Fingern, halten beim Telefonieren das Display ans Ohr und an die Wange. Dabei sammelt sich viel an – genug für ein umfassendes Bild über den Besitzer. Damit könnten Ermittler Spuren von Drogen feststellen, sagen die Macher der Studie.

Die Forscher konnten laut einem Bericht der „Washington Post“ zum Beispiel herausfinden, dass die Besitzer Bier getrunken hatten, wie sie sich ernährten und ob sie Medikamente nahmen. Wohnten sie am Meer (Salz) oder in trockenen und heißen Gebieten (Sand, Sonnencreme)? Benutzten sie Make-up?

Untersucht wurden Moleküle, die unter anderem über die Haut auf die Smartphone-Oberfläche übertragen worden waren. Auf einem Gerät entdeckten die Wissenschaftler kleinste Rückstände eines Insektenschutzmittels – der Besitzer hatte die Creme fünf Monate zuvor benutzt. Womit wir wieder bei der Hygiene wären.

Ein paar Tipps, die zumindest optisch helfen: Ein Mikrofasertuch oder ein Display-Reiniger halten das Display sauber. Aggressive Reiniger können aber die fettabweisende Schicht des Touchscreens zerstören. Wenn sich der Dreck in Ritzen festgesetzt hat, bringen ihn Zahnstocher oder Wattestäbchen zu Tage.

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erstellt am 22.Nov.2016 | 17:36 Uhr

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