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Entwicklerkonferenz F8 : Videos, Bots, VR: Facebook stellt Neuheiten vor

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Aus der Onlineredaktion

Facebook lädt wieder zur Entwicklerkonferenz. Ein Mord in Cleveland überschattet die Veranstaltung.

San José | Facebook startet am Dienstag (ab 19 Uhr MESZ) im kalifornischen José seine jährliche Entwicklerkonferenz F8. In einem Zeitplan sind die Themenbereiche umrissen, konkrete Ankündigungen vom US-Konzern gibt es nicht. In der Gerüchteküche brodelt’s jedenfalls.

Das weltgrößte Online-Netzwerk stellt bei der zweitägigen Veranstaltung, die sich überwiegend an Entwickler und Unternehmer richtet, traditionell neue Dienste vor und gibt einen Einblick in seine Strategie.

Virtuelle Realität

Gerüchten zufolge will Facebook einen neuen Prototyp der VR-Brille Santa Cruz von Oculus vorstellen. „Monterey“ soll sie demnach heißen. Bereits im Oktober 2016 stellte Facebook das Santa-Cruz-Modell vor, das autark arbeiten kann - also weder Smartphone noch PC als Basis für Software-Berechnungen benötigen. Mit einer verkaufstauglichen Version der Brille wird in San José aber nicht gerechnet, es könnte also noch mehrere Monate dauern, bis Facebook das neue Produkt auf den Markt bringt.

Neuerungen im Messenger

Eine zentrale Rolle dürfte der Kurzmitteilungsdienst Messenger mit einer breiten Auswahl an Software-Bots spielen, die sich mit Nutzern unterhalten können. Entwickler sollen auf der Konferenz Hinweise bekommen, wie sie geeignete Bots für den Einsatz im Facebook Messenger entwickeln können. Der Messenger knackte jüngst die Marke von 1,2 Milliarden Nutzern, während Facebook insgesamt auf rund 1,9 Milliarden aktive Mitglieder kam.

Weitere Themen

Laut Programm soll es außerdem um Neuheiten beim Newsfeed gehen, und wie Publisher ihre Nutzer am effektivsten erreichen können. Auch das Entwickeln von Games wird Thema sein. Und es geht um die Zukunft von Videos auf Facebook.

Eine Neuerung in diesem Bereich – unabhängig von der Entwicklerkonferenz – hatte Facebook bereits in der Nacht zu Dienstag angekündigt: Aufgrund eines aktuellen Falls wolle man das Melden von Gewaltinhalten künftig leichter machen und sie schneller sperren. In Cleveland im US-Bundesstaat Ohio soll ein 37-Jähriger am Sonntag einen Rentner erschossen haben. Er hatte Videos, die mit der Tat in Verbindung stehen, live im sozialen Netzwerk gestreamt.

Es ist nicht die erste Gewalttat, die bei Facebook hochgeladen wurde. So wurde in Schweden im Januar eine Frau von drei Männern vergewaltigt. Die Täter streamten das Verbrechen live in dem sozialen Netzwerk. In den USA gab es einen ähnlichen Fall.

Ob es auch politisch wird, zum Beispiel in der Eröffnungsrede von Mark Zuckerberg, ist unklar. Der Gründer und Chef des Konzerns veröffentlichte jüngst ein Manifest dazu, wie Facebook die Gesellschaft zum Besseren verändern könne.

Gleichzeitig steht das Online-Netzwerk seit Jahren im Visier von Datenschützern. Zudem sorgte die Ausbreitung gefälschter Nachrichten auf der Plattform für massive Kritik in den vergangenen Monaten. Facebook geht inzwischen immer stärker gegen die so genannten Fake News vor.

> Die Konferenz im Livestream (mit Facebook-Anmeldung).

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erstellt am 18.Apr.2017 | 14:02 Uhr

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