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Netzwelt

09. Dezember 2016 | 18:37 Uhr

Maas’ Netzwelt : Verliebt in einen Roboter

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Das Smartphone als unser täglicher Begleiter wächst uns ans Herz. Doch wie weit kann das gehen?

Über parasoziale Beziehungen zum Smartphone wurde ja schon viel gesprochen und gelächelt. Fakt ist: Im Jahr 2016 geben (vor allem, aber nicht nur junge) Menschen ihren Smartphones Kosenamen. Die Botschaft: Die Technologie ist mein Freund. Schön.

Einem US-Amerikaner geht Freundschaft nicht weit genug – es muss einfach Liebe sein. Aaron Chervenak hat in Las Vegas sein iPhone geheiratet. „Wenn wir ehrlich sind, sind wir mit unserem Telefon auf so vielen gefühlsmäßigen Ebenen verbunden“, sagt Chervenak in einem Video auf Youtube. „Mein Smartphone ist meine längste Beziehung.“ Der nächste – für ihn konsequente – Schritt: Hochzeit in Las Vegas.

Die Zeremonie fand tatsächlich statt: Aaron Chervenak trägt in dem Video Smoking, sein iPhone eine weiße Schutzhülle. Eine Frau knipst Fotos – natürlich mit einem Smartphone.

Wer sich jetzt aufregt, kann entspannt durchatmen: Natürlich erkennt der Staat Nevada keine Ehen zwischen einem Menschen und einem Smartphone an. Juristisch sind die beiden nicht verbunden – nur in Chervenaks Herzen.

Alles dummes Zeug? Nicht ganz. Die Smartphone-Hochzeit zeigt, was uns noch bevorstehen könnte: Verliebt in einen Roboter – in diesem Dilemma könnten in zehn oder 20 Jahren die Menschen stecken. Schließlich verfallen wir schon seit Jahrhunderten der Illusion.

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erstellt am 12.Jul.2016 | 12:32 Uhr

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