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Netzwelt

10. Dezember 2016 | 04:19 Uhr

Nobis’ Netzwelt : Surfen auf dem Lande: Ein Erfahrungsbericht

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Gemütlich mit dem Tablet auf der Couch einkaufen gehen – in manchen Dörfern bleibt das ferne Zukunft.

Haben Sie schon mal mit einem Tablet älteren Semesters auf dem Dorf bei miesester Internetanbindung versucht im WWW zu surfen? Nein? Machen sie mal. Wenn sie mal den Abend völlig genervt beenden möchten, bietet sich diese Odyssee geradezu an. Nur mal eben kurz ins Internet, um einen neuen Toaster zu suchen ist von Anfang an unmöglich.

Den Suchbegriff eingeben und dann die gewünschte Seite anklicken geht ja noch, aber dann kommt sie, die unvermeidliche und allwissende Werbung. Wie aus dem Nichts taucht sie spätestens nach der dritten Seite auf und blockiert das Tablet. Und jetzt finden Sie mal das kleine Kreuzchen, mit dem diese Werbung zu schließen ist. Gefunden? Sicher nicht, das war nur ein Fake einer anderen Werbeseite, die nur darauf lauert, aktiviert zu werden. Toaster nein, Gummistiefel ja. Warum? Weil vor kurzem jemand genau danach gesucht hat. Jedoch stehen die neuen Gummistiefel schon in der Garage und wurden auch schon benutzt. Nervend. Und irgendwann gelingt es doch, diese Seite zu entfernen. Strike! Jetzt weiter.

Aber da wartet schon die nächste versteckte Werbung. Angebote der Automarke XY. Nur weil es in der Zukunft dann doch ein neues Auto werden muss, aber nicht jetzt! Einen Toaster möchte ich, einen Toaster! Cool, wird doch tatsächlich einer angezeigt. Und das Beste, auf einer anderen Seite ist der auch noch im Angebot und fünf Euro günstiger. Klick und… Einmal Neustart bitte, fordert das Tablet. Nö, denke ich, gieße mir leckerer Rotwein nach und zeige dem Tablet den Mittelfinger. Morgen gehe ich zum Elektronik-Händler, Du kannst mich mal! Oder okay, noch einen Versuch. So schnell gebe ich nicht auf.

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erstellt am 02.Nov.2016 | 06:00 Uhr

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