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Netzwelt

10. Dezember 2016 | 02:22 Uhr

Henckes Netzwelt : Strategische 8-Bit Panzerschlachten

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

„8-Bit Armies“ ist eine Hommage an die Strategie-Spiele vergangener Zeiten – mehr aber auch nicht.

In den 90er und 00er Jahren standen reine Echtzeit-Strategie-Spiele hoch im Kurs. Schnell sammelten sich Fans der Reihen „Command-&-Conquer“ (C&C), „Age of Empires“ oder „Star Craft“, die sich mit Freunden oder der künstlichen Intelligenz ein Wettrüsten und epische Schlachten lieferten. Spiele, die zu Klassikern einer Lan-Party gehörten. Dazu gab es Pizza und Cola von früh bis spät.

Neue technische Entwicklungen läuteten mehr oder weniger das Ende der reinen Echtzeit-Strategie ein. Häufig wurden andere Genres dazugemischt. Mit „8-Bit Armies“ haben die Entwickler von Petroglyph (Star Wars: Empire at War) eine Liebeserklärung insbesondere an das alte „C&C“ abgegeben. Es lebe die Echtzeit-Strategie.

Der Spieler kann Basen bauen, Ressourcen sammeln und Krieg führen – ganz wie vor 20 Jahren in „C&C“. Panzer rollen aus Fabriken, Infanterieeinheiten marschieren aus Kasernen, Kraftwerke sorgen für die nötige Energie und Ressourcensammler für finanziellen Nachschub. Danach wird der Gegner platt gemacht. Das Spiel in Voxel-Grafik – eine Umgebung, die an eine Landschaft aus Lego-Steinen erinnert – ist seit Freitag für 15 Euro als Download erhältlich.

Das kleine Projekt weiß zwar optisch zu überzeugen, technisch fehlen jedoch massig Details, die das große Vorbild ausgemacht haben. Da fehlt beispielsweise ein akustisches Feedback der Einheiten. Immerhin: Der Soundtrack klingt wie früher. Er stammt allerdings auch von „C&C“-Komponist Frank Klepacki. Man vermisst die Einheiten-Vielfalt oder den Detailreichtum der Spielkarten. Auch die Missionen der Kampagne sind begrenzt und laufen meist nach Schema F ab. Langweilig.

Die nette Hommage des kleinen Teams ist aller Ehren wert. Trotzdem ist es schade, dass das Spiel nicht aufwendiger produziert wurde. So bleibt es ein netter, aber ziemlich kurzweiliger Zeitvertreib, der Spannung vermissen lässt. Schade. Die 15 Euro investiert man besser in die Originale. Die Echtzeit-Strategie ist tot.

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erstellt am 26.Apr.2016 | 11:29 Uhr

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