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Netzwelt

09. Dezember 2016 | 14:45 Uhr

Strandkörbe in der Lübecker Bucht : Strandbutler.de: Freie Plätze auf einen Blick

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

„Wir mussten erst einmal verstehen, wie die Vermieter arbeiten“, gestehen zwei Lübecker. Sie wollen mit ihrem Buchungsportal Strandbutler die Strandkorbsuche einfacher machen.

Im Strandkorb sitzen und in den Sonnenuntergang schauen – für Niclas Apitz und Arne Pokrandt gibt es kaum eine schönere Art, den Feierabend zu verbringen. Mit Tatenlosigkeit hat das aber nichts zu tun. Die beiden schmieden hier Pläne für die Zukunft. Einen haben sie gerade umgesetzt: ein Online-Portal für die Strandkorb-Buchung.

19 Strandkorbvermietungen entlang der Lübecker Bucht sind aktuell unter www.strandbutler.de registriert, sagt Unternehmer Pokrandt. Nutzer finden über die Suchmaske Anbieter in ihrem Urlaubsort – mit Fotos und Lagebeschreibung. Gebucht werden kann hier gleich für mehrere Tage. Insgesamt gebe es rund 12.000 Strandkörbe in der Lübecker Bucht, allein in Timmendorf gebe es rund 30 Anbieter, weiß Pokrandt. Bei Strandbutler seien je Ort vorerst im Schnitt zwei Vermietungen zu finden. Die Anzahl der angebotenen Körbe wechsele aber ständig – weil die Vermieter spontan auf die Nachfrage reagierten und ihre vorab eingegebenen Tageskontingente jederzeit ändern könnten, so Pokrandt. „Wir mussten erst einmal verstehen, wie die Vermieter arbeiten.“ Wenn bei gutem Wetter plötzlich 30 Leute vor der Vermietung stünden, hätten viele keine Zeit, telefonische Anfragen zu beantworten – mit der Online-Plattform sei die Arbeit weniger aufwendig.

Doch auch technisch mussten die Macher auf die Gegebenheiten vor Ort eingehen: „Das Internet bricht hier regelmäßig zusammen“, sagt Pokrandt. Damit die Buchungen trotzdem nicht ins Leere laufen, gebe es die Option, die Anfrage per SMS aufs Handy zu bekommen – und auf diesem Wege zu beantworten. „Auch für weniger internetkundige Strandkorbvermieter ohne Smartphone eine gute Alternative“, sagt Pokrandt. „Es war uns wichtig, auch diejenigen mitnehmen zu können.“

Während Vermieter ihre Strandkörbe auf dem Portal kostenlos einstellen können, müssen die Nutzer aktuell noch mit einer Buchungsgebühr von 99 Cent rechnen. Das liege an der Gebühr, die der Bezahldienst Paypal erhebt, erklärt Pokrandt – noch, denn der Druck auf die Dienste, die Kosten für die Finanztransaktionen zu senken, wachse. Finanzieren solle sich Strandbutler auch nicht über Gebühren, sondern über Werbeeinnahmen.

Noch steht Strandbutler aber ganz am Anfang. Im Frühjahr ging das Portal online, in Timmendorf oder Grömitz zum Beispiel werde das Angebot gut angenommen und laufe nun weitgehend von allein. Nächste Station: Rügen. Damit die Unternehmer richtig durchstarten können, fehlt aber noch eine Kleinigkeit: der Sommer. „17 Grad und grauer Himmel – da bleiben die Körbe leer.“

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erstellt am 05.Aug.2016 | 18:55 Uhr

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