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Christiansens Netzwelt : „Socl“ – Die unentdeckte Wohlfühl-Oase

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Microsofts „Socl“ ist anders als andere soziale Netzwerke – und bald Geschichte.

„Dies ist mein erster und gleichzeitig mein letzter Post“, hallt es durch den virtuellen Raum voller vermeintlich unstrukturiert angeordneter Beiträge – manche von ihnen mit, andere ohne Foto. Auch Videos, Memes oder Gifs tummeln sich hier. Noch. Denn bald ist es mit dem bunten Treiben bei „Socl“ vorbei. Wo?

Genau – so ging es mir auch. Wohl kaum jemand außerhalb der dort angemeldeten Nutzer kennt das soziale Netzwerk aus Microsofts Ideenschmiede, dem Microsoft Fuse Lab. Es ist für kreative Nutzer gedacht, die Lust auf konstruktiven Austausch haben. (Dazu gehören auch hier niedliche Katzenbilder.) Die User sind jetzt traurig: „Ich werde den besonderen Charme dieses Ortes vermissen“, schreibt einer. Nostalgie, Trauer, Danksagungen an die tolle Gemeinde dominieren aktuell die Startseite. Der Eigenbrötler unter den sozialen Netzwerken schließt am 15. März seine Tore. Gründe dafür nennt Microsoft nicht.

Gestartet war „Socl“ im Jahr 2011 zunächst als virtueller Treffpunkt für Studenten an ausgewählten Universitäten in den USA (kennen wir von Facebook). Ein Jahr später wurde es für alle Nutzer geöffnet, sollte den Platzhirschen aber nie wirklich Konkurrenz machen. Zusammenfinden sollten sich auf der Plattform Mitglieder mit ähnlichen Interessen – ein Netzwerk eher für die sonnige Seite des Lebens, wie es bei der Stippvisite beim sterbenden Patienten scheint.

Jetzt heißt es Abschied nehmen: „Mein erster Tag hier, und es fühlt sich schon so an, als seid ihr alle meine besten Freunde… und die Seite macht dicht :( “ Die knappe Antwort eines anderen Nutzers: „Nein, sind wir nicht.“ Miesepeter gibt es selbst im nettesten Netzwerk.
 

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erstellt am 10.Mär.2017 | 09:30 Uhr

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